Die Bundespolizei hat in der Nacht zum 26. Mai und am frühen Morgen des 27. Mai zwei illegale Grenzübertritte von Vietnamesen an der deutsch-tschechischen Grenze verhindert. Bei beiden Fällen brachten vietnamesische Staatsangehörige ihre Landsleute ohne gültige Papiere über die Grenze.
Der erste Vorfall ereignete sich am 25. Mai um 23:50 Uhr in der Seifhennersdorfer Zollstraße. Beamte der Fahndungsgruppe Grenze der sächsischen Landespolizei stoppten einen 5er BMW aus Berlin, der gerade aus Tschechien eingereist war. Die 44-jährige Fahrerin aus Berlin besitzt eine gültige Niederlassungserlaubnis, ihr 43-jähriger Beifahrer aus Vietnam hatte jedoch weder Reisepass noch Aufenthaltstitel bei sich.
Den zweiten Fall stellte die Bundespolizei am 27. Mai um 01:50 Uhr in der Grenzkontrollstelle der Zittauer Friedensstraße fest. Ein 24-jähriger Vietnamese, der in Tschechien lebt, war mit seinem Skoda Superb aus Polen eingereist. Als Beifahrer hatte er einen 35-jährigen Landsmann dabei, der keine Dokumente besitzt, die seinen Aufenthalt rechtfertigen.
Die Bundespolizeiinspektion Ebersbach ermittelt in beiden Fällen wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts sowie wegen Beihilfe dazu. Beim zweiten Fall prüfen die Ermittler zusätzlich, ob es sich um eine organisierte Tat handelt und der Fahrer einen Vermögensvorteil erhalten sollte. In diesem Fall würde er sich wegen Einschleusens von Ausländern strafbar machen.
Für die beiden unerlaubt eingereisten Männer ist eine Zurückweisung nach Polen und Tschechien geplant.