An der Grenze zu Österreich hat die Bundespolizei zwei Fernbusreisende festgenommen. Ein Inder versuchte mit einem erschlichenen Visum einzureisen, ein Ukrainer stand unter Haftbefehl.
Eine Bundespolizei-Streife kontrollierte am Dienstagabend (29. September) einen Fernreisebus auf der Route Mailand-München am Grenzübergang Hörbranz an der BAB 96. Unter den Passagieren befand sich ein indischer Staatsangehöriger mit einem griechischen Visum für einen touristischen Kurzaufenthalt. Der Einreisestempel zeigte, dass der Mann erst am Vortag per Flugzeug in Italien angekommen war.
Bei der Befragung zur geplanten Reise machte der Mann widersprüchliche Angaben. Zunächst sagte er, das Oktoberfest in München besuchen zu wollen. Dann behauptete er, seinen Flug von Italien nach Griechenland verpasst zu haben. Schließlich gab er zu, einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland anzustreben und bei der Visumsbeantragung bewusst falsche Angaben gemacht zu haben.
Der 23-Jährige erhielt Anzeigen wegen versuchter unerlaubter Einreise und Visaerschleichung. Die Beamten annullierten sein Visum und erließen ein vierjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland. Zudem musste er eine Sicherheitsleistung von 1.100 Euro für die Kosten seiner Rückführung hinterlegen. Die Polizisten führten ihn am Mittwochnachmittag beim Amtsgericht Kempten vor und lieferten ihn anschließend in die Abschiebehafteinrichtung Eichstätt ein, von wo aus er in sein Heimatland zurückgewiesen werden soll.
In der Nacht auf Mittwoch kontrollierte die Bundespolizei einen ukrainischen Fernbusreisenden auf der Route Mailand-Bialystok. Der 35-Jährige wies sich mit seinem Reisepass und einem deutschen Aufenthaltstitel aus. Die Beamten stellten jedoch fest, dass seine Aufenthaltserlaubnis bereits im März 2025 vom Ausländeramt Fürstenfeldbruck für ungültig erklärt worden war.
Die Fahndungsüberprüfung offenbarte zudem: Gegen den Ukrainer lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I vor – Grund war Trunkenheit im Verkehr. Die Bundespolizisten zeigten ihn wegen versuchter unerlaubter Einreise an und beschlagnahmten seinen Reisepass. Da der Mann ausstehende Justizschulden von über 4.000 Euro nicht zahlen konnte, wurde er noch am selben Nachmittag zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt Kempten eingeliefert.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.
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