Bundesregierung setzt nach Starmers Rücktritt auf Kontinuität mit Großbritannien

Nach dem überraschenden Rücktritt des britischen Premierministers Keir Starmer signalisiert die Bundesregierung Stabilität in den deutsch-britischen Beziehungen. Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte am Montag, dass man in Starmer bislang einen „verlässlichen und engen Partner gehabt“ habe, insbesondere in außenpolitischen Fragen und bei der Unterstützung der Ukraine. Nun wolle man abwarten und freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem kommenden neuen britischen Premierminister.

Starmer war wegen schlechter Umfragewerte und unter Druck von Abgeordneten seiner eigenen Partei zurückgetreten.

Die geplanten internationalen Treffen sollen unverändert stattfinden: Am Mittwochnachmittag kommen die Staats- und Regierungschefs des sogenannten „E5-Formats“ nach Berlin zusammen, um den anstehenden Nato-Gipfel in Ankara vorzubereiten. Dem E5-Format gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien an. „Wir gehen davon aus, dass es wie geplant weiter stattfinden kann“, versicherte Kornelius.

Auf die Frage, ob Bundeskanzler Olaf Scholz den Rücktritt Starmers zum Anlass nehmen wolle, über die eigenen Beliebtheitswerte nachzudenken, antwortete der Regierungssprecher mit „Nein“.