Bundestag billigt Rüstungsprojekte für 9,5 Milliarden Euro

via dts Nachrichtenagentur

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch 16 weitere Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr mit einem Gesamtvolumen von mehr als 9,5 Milliarden Euro gebilligt.

Das größte Einzelprojekt ist die Anschaffung neuer Fregatten des Typs Meko A-200 DEU für die Deutsche Marine. Vier Schiffe sollen für rund 6,3 Milliarden Euro fest beauftragt werden. Darüber hinaus wurde eine Option auf vier weitere Fregatten vereinbart, deren Freigabe allerdings eine gesonderte Zustimmung des Haushaltsausschusses benötigt. Diese optionalen vier Schiffe hätten ein Volumen von weiteren 5,3 Milliarden Euro. Die erste Fregatte soll 2029 an die Marine übergeben werden. Mit den modernen Schiffen will die Bundeswehr insbesondere ihre Fähigkeiten zur Jagd auf U-Boote verbessern und ihre Verpflichtungen in der Nato erfüllen.

Genehmigt wurde zudem die nächste Entwicklungsstufe des Projekts „Combat Fighter System of System Nucleus“ (CFSN). Dieses nationale Forschungs- und Entwicklungsprogramm soll die Grundlagen für künftige vernetzte Luftkampfsysteme schaffen, bei denen bemannte Kampfflugzeuge gemeinsam mit unbemannten Begleitsystemen zusammenarbeiten. Die nun freigegebenen Mittel umfassen unter anderem die Entwicklung unbemannter Experimentierplattformen (UCAV), Bodenkontrollstationen sowie Test- und Analyseinfrastrukturen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung eines Hochenergielaserwaffensystems für die Marine. Diese Lasertechnologie soll vor allem kleine, schwer zu erfassende Ziele wie Drohnen abwehren und die Nah- und Nächstbereichsverteidigung von Kriegsschiffen verbessern. Das Bundesverteidigungsministerium hebt hervor, dass die Technologie langfristig auch wirtschaftliche Vorteile bietet, da sie ohne konventionelle Munition auskommt.

Neben diesen drei Großvorhaben genehmigte der Ausschuss 13 weitere Beschaffungsvorlagen. Darunter fallen modulare Sanitätseinrichtungen, Optiken für Sturmgewehre, Mehrzweckkampfboote für Spezialkräfte der Marine, geschützte und ungeschützte Militärfahrzeuge, Munition verschiedener Kaliber und gehärtete IT-Komponenten. Auch ein gebrauchtes Flugzeug des Typs Bombardier Global 6000 für das Aufklärungsprojekt Pegasus wurde bewilligt. Zusätzlich erhielten das IT-Folgeprojekt Herkules und ein gemeinsames Raumfahrtvorhaben zur schnellen Verbringung militärischer Fähigkeiten in den Orbit Mittel freigegeben.

Mit diesen Beschlüssen setzt die Bundesregierung nach Angaben des Verteidigungsministeriums den Ausbau zentraler Fähigkeiten der Bundeswehr in den Bereichen Marine, Luftwaffe, Digitalisierung und Logistik fort.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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