Bei einer Schießerei in Buxtehude ist am Montagabend ein 42-jähriger Hamburger schwer verletzt worden. Gegen 19:15 Uhr gingen bei der Polizei Meldungen über Schüsse in der Bahnhofstraße ein.
Die ersten Polizisten fanden den Mann mit mehreren Schussverletzungen vor dem Eingang eines Mehrfamilienhauses. Zeugen berichteten den Beamten, dass sich mehrere Personen zu Fuß vom Tatort entfernt hatten. Die Polizei startete sofort eine großangelegte Fahndung nach den Flüchtigen, die jedoch erfolglos blieb.
Der Schwerverletzte wurde vor Ort vom Rettungsdienst versorgt und in ein örtliches Krankenhaus gebracht, wo er notoperiert wurde. Noch in der Nacht verlegten die Ärzte ihn in eine Hamburger Klinik. Sein Gesundheitszustand wird aktuell als außer Lebensgefahr, aber weiterhin kritisch beschrieben. Vor dem Krankenhaus fanden sich in der Nacht Angehörige und Freunde des Opfers ein, die Lage blieb jedoch ruhig. Polizisten aus Hamburg stellten sicher, dass der Krankenhausbetrieb reibungslos weiterlaufen konnte.
Um 21:15 Uhr nahm die Polizei in Neu Wulmstorf einen 42-jährigen Mann fest. Die Ermittler prüfen nun einen möglichen Zusammenhang mit der Tat in Buxtehude. Seine genaue Beteiligung ist noch unklar und Teil der laufenden Ermittlungen.
Um 00:54 Uhr drangen Polizisten gewaltsam in eine Wohnung in dem betroffenen Mehrfamilienhaus ein. Die Staatsanwaltschaft Stade hatte zuvor einen entsprechenden Durchsuchungsbeschluss erwirkt. In der Wohnung wurden jedoch keine Personen angetroffen.
Seit der Nacht läuft am Tatort eine umfangreiche Spurensicherung. Beim Zentralen Kriminaldienst der Polizeiinspektion Stade wurde eine Mordkommission eingerichtet. Die Hintergründe der Tat sowie die Identität des oder der Täter sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Insgesamt war am Montagabend und in der Nacht zu Dienstag eine dreistellige Zahl von Polizisten aus Niedersachsen und Hamburg an dem Einsatz beteiligt.
Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 04141/1020.