Callcenterbetrug in Amberg: 90-Jährige um mehrere zehntausend Euro gebracht

(Symbolbild)

Eine 90-jährige Rentnerin aus Amberg ist am Donnerstag, 1. Oktober 2026, Opfer eines raffinierten Callcenterbetrugs geworden. Täter erbeuteten mehrere zehntausend Euro, indem sie sich als Polizeibeamte ausgaben und ein falsches Szenario vortäuschten.

Am Donnerstagvormittag riefen die Betrüger die Seniorin an und sprachen mit ihr in russischer Sprache. Sie behaupteten, dass ihre Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe und eine Kaution zahlen müsse, um strafrechtliche Folgen abzuwenden. Während des gesamten Telefonats hielten die Anrufer die Verbindung aufrecht und forderten mehrere tausend Euro.

Ein männlicher Abholer erschien daraufhin an der Wohnanschrift der 90-Jährigen und nahm Bargeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro entgegen. Die Geschädigte beobachtete, dass der Mann zuvor mit einem kleineren weißen Pkw vor ihrem Haus geparkt hatte. Nach der Geldübergabe fuhr er in Richtung Dreifaltigkeitsschule davon.

Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg ermittelt und sucht Zeugen. Gesucht werden Personen, die am Donnerstag, 1. Oktober 2026, gegen 11 Uhr im Bereich der Peter-Lippert-Straße oder auf der Fahrtstrecke in Richtung Dreifaltigkeitsschule verdächtige Beobachtungen gemacht haben – insbesondere Hinweise auf den weißen Pkw oder die männliche Person. Meldungen nimmt die Kriminalpolizeiinspektion Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0 entgegen.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vor dieser Betrugsmasche, die als „russische Callcenter“ bekannt ist. Die Täter kontaktieren ihre Opfer ausschließlich in russischer Sprache und geben sich als Behördenvertreter aus.

So schützen Sie sich vor Callcenter-Betrügern

Legen Sie sofort auf, wenn Sie unsicher sind – auch wenn die Anrufer behaupten, von der Polizei zu sein. Setzen Sie sich nicht unter Druck.

Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände an, um Ermittlungen durchzuführen.

Vereinbaren Sie mit Ihren Angehörigen ein Codewort für Notfälle. Nur wenn dieses Wort genannt wird, wissen Sie, dass ein Hilferuf echt ist. Das Codewort sollte leicht zu merken, aber schwer zu erraten sein – etwa ein Wort aus einer gemeinsamen Erinnerung, die sonst niemand kennt.

Rufen Sie niemals unter der Nummer zurück, die im Telefon angezeigt wird.

Übergeben Sie Geld oder Wertgegenstände niemals an Unbekannte. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit.

Lassen Sie Ihren Telefonbucheintrag löschen oder zumindest Ihren Vornamen und Ihre Adresse entfernen. Wenden Sie sich dazu an Ihren Telefonanbieter. Informationen und Kontaktadressen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.

Im Zweifelsfall: 110 wählen.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

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