Die Generalstabschefs der Nato-Mitgliedstaaten haben am Samstag den deutschen Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, zum künftigen Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses gewählt. Der 59-Jährige soll Mitte 2027 die Nachfolge des italienischen Admirals Giuseppe Cavo Dragone antreten und setzte sich damit gegen die Generalstabschefin der kanadischen Streitkräfte, Jennie Carignan, durch.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) begrüßte die Wahl erwartungsgemäß als „ausgezeichnete Nachricht für das Bündnis“. Angesichts der wachsenden Bedrohung vor allem durch Russland müssten die europäischen Partner sich intensiver um ihre eigene Sicherheit und konventionelle Abschreckung kümmern. „Breuer ist genau der Richtige, um diese Prozesse im Team mit den Alliierten zu einem Erfolg zu führen“, erklärte Pistorius. Bis zu seinem Wechsel zur Nato werde sich Breuer uneingeschränkt auf seine Aufgaben als Generalinspekteur der Bundeswehr konzentrieren.
Der Nato-Militärausschuss ist das höchste militärische Beratungsgremium des Bündnisses. Das Gremium berät die politischen Entscheidungsträger in allen militärischen Fragen, koordiniert die Streitkräfte der Mitgliedstaaten und setzt politische Nato-Beschlüsse in konkrete militärische Planungen und Maßnahmen um. Damit nimmt der Ausschuss eine wichtige Brückenfunktion zwischen der politischen Führung und der militärischen Ebene der Nato ein.
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Autor: dts Nachrichtenagentur