Eine Ermittlung zum versuchten Tötungsdelikt in Castrop-Rauxel hat eine überraschende Wendung genommen. Der 47-Jährige, gegen den die Polizei zunächst Haftbefehl erlassen hatte, sitzt nicht mehr in Untersuchungshaft – weil er nicht der Täter ist.
Am Donnerstag, 25. Juni 2026, war die Polizei zu einem Einsatz an der Straße Im Osterkotten gerufen worden, wo sie einen schwer verletzten 43-Jährigen antrafen. Schnell geriet ein 47-jähriger Castrop-Rauxeler in den Fokus der Ermittler als mutmaßlicher Tatverdächtiger. Ein Haftbefehl folgte.
Doch die weiteren Nachforschungen führten zu einem anderen Ergebnis: Der 43-Jährige hatte sich die schweren Verletzungen selbst zugefügt. Daraufhin ordnete die Staatsanwaltschaft Dortmund an, dass der Haftbefehl gegen den 47-Jährigen aufgehoben wird. Der Mann wurde aus der Justizvollzugsanstalt entlassen.
Der 43-Jährige wurde in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Die Polizei teilt mit, dass die Ermittlungen weiterlaufen.