Ceuta beruhigt sich: Über 48.000 Migranten kehren freiwillig nach Marokko zurück

via dts Nachrichtenagentur

Nach dem massiven Migrantenansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta entspannt sich die Lage wieder. Der spanische Außenminister José Manuel Albares gab bekannt, dass mittlerweile über 48.000 Menschen freiwillig nach Marokko zurückgekehrt sind.

Albares betonte, die Integrität des Schengenraums sei „absolut gewährleistet“. Demnach ist es unmöglich, von Ceuta und Melilla auf das europäische Festland zu reisen, ohne sich bei einer Polizeikontrolle auszuweisen. Der Außenminister kritisierte scharf die „interessengeleitete Verwirrung“ im Zusammenhang mit der Ceuta-Krise.

Laut lokalen Medienberichten waren in den vergangenen Tagen bis zu 60.000 Migranten aus Marokko in die spanische Enklave eingedrungen. Bei diesem Ansturm kamen nach derzeitigen Erkenntnissen mindestens 57 Menschen ums Leben.

Die Krise hat die europäische Migrationsdebatte neu entfacht. Italien reagierte darauf, indem das Land das Schengen-Abkommen mit Spanien aussetzte. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) kündigte unterdessen eine Verlängerung der umstrittenen Grenzkontrollen an.

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez machte Schleuser für die Situation verantwortlich. Er bezeichnete den Vorfall als „Verletzung der territorialen Integrität Spaniens“.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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