CSD-Verdächtiger war Behörden bereits als IS-Anhänger bekannt

via dts Nachrichtenagentur

Der 21-jährige Abdul B., der unter Verdacht des Anschlags auf den Christopher Street Day steht, war den Sicherheitsbehörden bereits vorher als Islamischer-Staat-Sympathisant aufgefallen. Das berichtet der Spiegel auf Basis eigener Informationen.

Der in Berlin geborene Mann versuchte im vergangenen Jahr, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Der Fluchtversuch scheiterte jedoch. Nach seiner Rückkehr aus dem Libanon landete Abdul B. in Deutschland in Untersuchungshaft. Die Berliner Ermittler warfen ihm nach Angaben aus Sicherheitskreisen vor, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von knapp drei Jahren – das Gericht entschied sich jedoch für eine Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung.

Vor wenigen Wochen erhielten die Ermittler einen Hinweis, dass Abdul B. im Internet das Foto einer Waffe gepostet haben soll. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung entdeckte die Polizei jedoch nur eine Spielzeugwaffe. Nach dem Anschlag auf den CSD am Samstag, bei dem eine Frau ums Leben kam und 25 weitere Menschen verletzt wurden, fahndet die Polizei seit dem frühen Morgen öffentlich mit einem Foto nach Abdul B. Laut Spiegeleigenen Informationen soll der Verdächtige einen weißen Citroën-Transporter angemietet haben, der bei dem Anschlag als Tatfahrzeug verwendet wurde.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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