Das war die Blaulicht-Woche in Berlin: 02.11.–08.11.2026 (KW 45)

(Symbolbild)

Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 2. und 8. November 2026 beschäftigten eine Großrazzia gegen einen mutmaßlichen Drogenring, mehrere Schusswaffenvorfälle und der Tod eines bayerischen Spitzenpolitikers in einem Berliner Hotelzimmer die Ermittlungsbehörden der Hauptstadt. Daneben riefen bewaffnete Tankstellenüberfälle, ein Messerangriff und ein tödlicher Verkehrsunfall die Polizei auf den Plan.

Das gravierendste Ermittlungsverfahren der Woche leitete das Landeskriminalamt Berlin mit einer groß angelegten Razzia gegen einen mutmaßlichen Drogenring ein. Beamte durchsuchten dabei 28 Wohnungen in Berlin und Brandenburg und stellten Rauschgift im zweistelligen Kilogrammbereich sicher, darunter unterschiedliche Arten von Drogen. Die Ermittler fanden auch Bargeld in sechsstelliger Höhe, Stichwaffen, eine PTB-Waffe (Schreckschusswaffe) und digitale Spurenträger. Vierzehn der Verdächtigen im Alter zwischen 25 und 42 Jahren wurden vorläufig festgenommen. Sie sollen einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Tiergarten vorgeführt werden. Insgesamt stehen 20 Personen zwischen 19 und 57 Jahren im Verdacht, seit Ende 2024 als sogenannte Bestücker mehrerer Bunkerwohnungen am bandenmäßigen Drogenhandel beteiligt gewesen zu sein. Mehr dazu

Für bundesweites Aufsehen sorgte der Tod des stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger, der am frühen Abend tot in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte aufgefunden wurde. Die Staatsanwaltschaft Berlin und die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Die Ermittler wollen klären, was genau zum Tod des Politikers führte und wie er starb — außerdem prüfen sie, ob jemand anderes an seinem Tod beteiligt war. Mehr dazu

Im Berliner Stadtteil Wedding ist ein 22-Jähriger durch mehrere Schüsse schwer verletzt worden. Gegen 18 Uhr alarmierten Zeugen Polizei und Feuerwehr zur Seestraße. Die Einsatzkräfte leisteten vor Ort erste Hilfe, ehe Rettungskräfte den Mann zur stationären Behandlung ins Krankenhaus brachten. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Die 5. Mordkommission und die Staatsanwaltschaft Berlin haben die Ermittlungen übernommen. Mehr dazu

In Schöneberg hat ein Polizist einen Taschendieb festgenommen, der ihn bestohlen und attackiert hat. Nach derzeitigem Kenntnisstand war der Beamte nach Dienstschluss gegen 16:30 Uhr in der Kleiststraße unterwegs, als er bemerkte, dass sein Rucksack geöffnet wurde. Als er sich umdrehte, flüchteten zwei Männer. Der Polizist konnte einen von ihnen festhalten, stürzte mit ihm zu Boden. Er gab sich als Polizist zu erkennen und hielt den Mann bis zum Eintreffen weiterer Polizeikräfte fest. Eine weitere Polizistin außer Dienst unterstützte ihn dabei. Bei der Festnahme wehrte sich der Tatverdächtige. Bei der Durchsuchung fanden die Polizistinnen und Polizisten ein griffbereites Reizstoffsprühgerät und ein Taschenmesser, die beide beschlagnahmt wurden. Mehr dazu

Ein Polizist gab in Charlottenburg einen gezielten Schuss auf den Reifen eines flüchtenden Fahrzeugs ab, nachdem der 44-jährige Fahrer sich einer Verkehrskontrolle entzogen hatte. Zwei Zivilbeamte waren gegen 13:15 Uhr am Stuttgarter Platz auf den Mann aufmerksam geworden. Als der Fahrer nach ihrer Aufforderung zum Anhalten floh, verursachte er mehrere Verkehrsunfälle und gefährdete Passanten erheblich — unter anderem fuhr er im Bereich der Uhlandstraße über den Gehweg und gegen mehrere Poller. Der 44-Jährige wurde schließlich festgenommen. Mehr dazu

Auf der Frohnauer Straße in Hermsdorf kam am 6. November zur Mittagszeit ein Fahrer ums Leben, nachdem sein PKW mit einem Straßenbaum kollidiert war. Er wurde in seinem Fahrzeug eingeschlossen, konnte jedoch ohne schweres technisches Gerät befreit werden. Eingeleitete Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos — der Mann verstarb an der Einsatzstelle. Die Berliner Feuerwehr war mit 22 Einsatzkräften und 7 Fahrzeugen vor Ort, darunter ein Intensivtransporthubschrauber. Die Unfallursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Mehr dazu

Zu einem Messerangriff kam es in der Nacht auf Donnerstag in Niederschöneweide: Passanten alarmierten gegen 23:40 Uhr die Polizei, nachdem sie einen 25-Jährigen mit Schnittverletzungen an beiden Händen und einem Bein auf dem Boden der Schnellerstraße liegend vorfanden. Zeugen zufolge war der Mann zuvor in eine Auseinandersetzung mit einem Unbekannten geraten, der einen messerähnlichen Gegenstand in der Hand gehabt haben soll. Der Angreifer flüchtete anschließend mit einem PKW in Richtung Oberspreestraße. Das zuständige Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Mehr dazu

In Köpenick wurde in der Nacht eine Tankstelle an der Friedrichshagener Straße von zwei maskierten Männern überfallen. Als eine Mitarbeiterin der Aufforderung zur Herausgabe von Bargeld zunächst nicht nachkam, gab einer der Männer einen Schuss mit einer mutmaßlichen Schreckschusswaffe in Richtung Decke ab. Daraufhin öffnete die Angestellte die Kasse. Die Täter erbeuteten Bargeld im unteren dreistelligen Bereich und flüchteten über die Friedrichshagener Straße. Verletzt wurde niemand. Die Polizeidirektion 3 (Ost) ermittelt wegen schweren Raubes. Hinweise nimmt die Polizei unter 030 / 69 95 – 36 26 entgegen. Mehr dazu

Ebenfalls in Wedding richtete ein maskierter Unbekannter gegen 17:25 Uhr eine Schusswaffe auf den 27-jährigen Mitarbeiter einer Tankstelle am Kapweg und forderte die gesamten Kasseneinnahmen. Der Angestellte kam der Forderung nach. Der mutmaßliche Räuber flüchtete vom Tatort und ließ dabei die leere Kasse fallen, die Polizisten in der Nähe sicherstellten. Ein Fachkommissariat für Raub- und Körperverletzungsdelikte der Polizeidirektion 1 (Nord) ermittelt wegen schweren Raubes. Mehr dazu

In Charlottenburg ermittelte die Polizei nach Schussabgaben vor einem Restaurant in der Knesebeckstraße. Gegen 3:40 Uhr versammelte sich eine Personengruppe vor dem Lokal. Es kam zu einem Streit, bei dem einem Mitarbeiter ins Gesicht geschlagen wurde. Derselbe Mitarbeiter wurde auch mit einer Schusswaffe bedroht. Kurz vor 5 Uhr gaben mehrere Täter dann Schüsse aus einem Fahrzeug vor dem Restaurant ab. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Personen in dem Lokal, verletzt wurde aber niemand. Die Täter flüchteten sofort vom Ort. Auf der Fahrbahn sicherten Beamte Patronenhülsen. Ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) hat die Ermittlungen übernommen. Mehr dazu

In Lankwitz hörten Bewohner der Wedellstraße gegen 3 Uhr laute Knallgeräusche. Eintreffende Beamte stellten mehrere Einschusslöcher in der Haustür und einer danebenliegenden Glasscheibe eines Mehrfamilienhauses fest. Verletzt wurde niemand. Das Fachkommissariat des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen und sucht nach der Ursache der Schussabgabe. Mehr dazu

Auf einem Gewerbegelände in der Naumburger Straße in Neukölln entdeckte ein 41-Jähriger gegen 15 Uhr Einschusslöcher am Rolltor seiner angemieteten Garage. Zum Zeitpunkt der Schussabgabe befanden sich keine Personen auf dem Gelände. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und untersucht derzeit, wie es zu den Schüssen kam und wer dahinter steckt. Mehr dazu

Für den 6. November 2026 meldeten Medien zudem einen Polizeigroßeinsatz in Berlin-Moabit. Eine offizielle Polizeimitteilung dazu lag zunächst nicht vor. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Die Woche verzeichnete eine auffällige Häufung von Vorfällen mit Schusswaffen durch Tatverdächtige. In Charlottenburg bedrohten Unbekannte einen Restaurantmitarbeiter mit einer Schusswaffe und gaben anschließend Schüsse aus einem Fahrzeug ab — mehrere Personen befanden sich zu dem Zeitpunkt in dem Lokal, verletzt wurde aber niemand (Mehr dazu). In Lankwitz wurde in der Nacht auf ein Mehrfamilienhaus geschossen; die Ursache der Schussabgabe ist noch ungeklärt, verletzt wurde niemand (Mehr dazu). In Neukölln stellte die Polizei Einschusslöcher an einer Garagentür auf einem Gewerbegelände fest; zum Zeitpunkt der Schussabgabe befanden sich keine Personen auf dem Gelände (Mehr dazu). Beim Tankstellenraub in Köpenick gab ein Täter einen Schuss mit einer mutmaßlichen Schreckschusswaffe in Richtung Decke ab (Mehr dazu). In Wedding richtete ein maskierter Unbekannter eine Schusswaffe auf einen Tankstellen-Mitarbeiter und erbeutete die Kasseneinnahmen (Mehr dazu). Ein 22-Jähriger wurde in Wedding durch mehrere Schüsse schwer verletzt; die 5. Mordkommission ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes (Mehr dazu). Zu einem Messerangriff in Niederschöneweide wurde ein 25-Jähriger mit Schnittverletzungen an beiden Händen und einem Bein ins Krankenhaus gebracht (Mehr dazu). Medien meldeten am 5. November zudem einen weiteren Messerangriff in Berlin, zu dem zunächst keine offizielle Polizeimitteilung vorlag (Mehr dazu).

Besonders ins Auge fällt diese Woche die Häufung von Schusswaffenvorfällen: Allein bei Tätern oder Tatverdächtigen wurden in vier voneinander unabhängigen Fällen Schusswaffen abgefeuert — in Charlottenburg, Lankwitz, Neukölln und Wedding. Hinzu kommen zwei Tankstellenüberfälle, bei denen Waffen eingesetzt wurden. Ob diese Häufung auf ein einzelnes Milieu oder Strukturen des organisierten Verbrechens hinweist, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Einen erfolgreichen Schlag gegen den Drogenhandel meldete das Landeskriminalamt Berlin mit der Razzia gegen den mutmaßlichen Bunkerwohnungs-Drogenring: 14 Festnahmen, Rauschgift im zweistelligen Kilogrammbereich und Bargeld in sechsstelliger Höhe wurden sichergestellt. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Berlin erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

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