Zeit für eine erste Bilanz der Woche vom 10.08. bis 16.08.2026 in Berlin: Die schwersten Vorfälle umfassen einen Messerangriff mit Lebensgefahr, eine Schießerei in einer Bar, einen tödlichen Verkehrsunfall in Pankow sowie einen Wohnhausbrand mit 13 Verletzten. Dazu kamen mehrere bewaffnete Raubüberfälle und ein Brandanschlag auf eine Kreuzberger Bar.
Den schwerwiegendsten Gewaltvorfall der Woche registrierte die Polizei in Baumschulenweg: Am Abend saßen rund acht Freunde auf einer Grünfläche an der Neuen Krugallee zusammen, als sich ein 45-Jähriger zu ihrer Gruppe gesellte. Nach einem Missverständnis zog er ein Messer und stach mehrfach auf einen 48-Jährigen ein. Ein gleichaltriger Freund versuchte zu helfen, wurde aber selbst angegriffen. Der 48-Jährige war schwer verletzt: Er hatte Stichverletzungen im Oberkörper erlitten und schwebte in Lebensgefahr. Eingetroffene Polizisten stabilisierten ihn mit Notmaßnahmen. Der 45-jährige Freund erlitt eine Verletzung des Oberarmes. Ein Rettungsdienst brachte beide ins Krankenhaus, wo der 48-Jährige notoperiert werden musste. Die Polizei lokalisierte den tatverdächtigen 45-Jährigen im Ortsteil Niederschöneweide; ein Spezialeinsatzkommando nahm ihn fest. Mehr dazu
Ebenfalls in Baumschulenweg ereignete sich kurz nach 21 Uhr eine Schießerei in einer Bar in der Eschenbachstraße: Ein 40-Jähriger soll mehrfach auf einen gleichaltrigen Mann geschossen haben und anschließend geflohen sein. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. Die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Sie ermittelt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin, insbesondere zu den Hintergründen der Tat. Mehr dazu
In Kreuzberg ist in der Nacht zum Mittwoch eine Bar Ziel eines Brandanschlags geworden. Ein maskierter Mann warf gegen 23:30 Uhr einen Wurfbrandsatz in das Lokal in der Wiener Straße. Das Projektil schlug auf dem Boden auf und fing Feuer. Ein 22-jähriger Mitarbeiter des Lokals konnte die Flammen noch vor dem Eintreffen der Berliner Feuerwehr löschen. Angreifer und Gäste blieben unverletzt. Das Fachkommissariat für Branddelikte des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Mehr dazu
Einen tödlichen Ausgang nahm ein Verkehrsunfall am Donnerstag, 14.08., in Pankow: Ein 25-jähriger Transporterfahrer missachtete gegen 14:50 Uhr an der Kreuzung Neumannstraße/Arnold-Zweig-Straße das Vorfahrtzeichen und kollidierte mit dem Roller eines 61-Jährigen. Der Rollerfahrer erlitt lebensgefährliche Verletzungen; Rettungskräfte begannen noch am Unfallort mit Reanimationsmaßnahmen. Im Krankenhaus erlag er kurze Zeit später seinen Verletzungen. Seine 15-jährige Mitfahrerin wurde ebenfalls verletzt und stationär behandelt. Mehr dazu
Einen Großeinsatz der Berliner Feuerwehr löste am Morgen des 14. August ein Feuer in einem 18-geschossigen Wohnhochhaus an der Straße der Pariser Kommune in Friedrichshain aus: In dem Gebäude brach ein Feuer aus, das 13 Menschen leicht verletzte. Eine Einsatzkraft wurde bei der Personenrettung verletzt und in ein Krankenhaus transportiert. Die Wohnung im 11. Obergeschoss brannte beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits vollständig, das Feuer griff auf die darüberliegende Wohnung im 12. Obergeschoss über. Von insgesamt 115 Betroffenen brachten die Einsatzkräfte 25 Personen in Sicherheit. Mehr dazu
Am Samstagnachmittag nahm die Bundespolizei eine 49-jährige Frau am Bahnhof Berlin-Südkreuz fest, nachdem sie einen Reisenden unvermittelt ins Gesicht geschlagen haben soll. Bei der Kontrolle auf dem Vorplatz zeigte sich die Frau sofort aggressiv, bespuckte eine Bundespolizistin, beleidigte die Beamten fortwährend und versuchte, einen Polizisten mit einem Flaschenverschluss zu bewerfen. Gegen sie wurde Untersuchungshaft angeordnet. Mehr dazu
Ein Hotelgast sorgte in der Nacht in einem Hotel in der Köpenicker Straße in Mitte für einen Polizeieinsatz: Der 31-Jährige hatte gegen 4 Uhr die Brandmeldeanlage missbräuchlich ausgelöst. Als Polizistinnen und Polizisten ihn zur Identitätsfeststellung in sein Zimmer begleiteten, griff er die Beamten im Fahrstuhl an. Da körperlicher Widerstand nicht ausreichte, setzte ein Polizist ein Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) ein, um den Mann zu überwältigen und festzunehmen. Mehr dazu
In Kreuzberg ist ein Mitarbeiter eines Spätkaufs mit einer Schusswaffe bedroht und beraubt worden. Ein bislang unbekannter Mann betrat das Geschäft an der Zossener Straße gegen 22.40 Uhr in der vergangenen Nacht. Er richtete eine Schusswaffe auf den 30-jährigen Mitarbeiter und forderte Bargeld und Zigaretten. Der Angestellte händigte dem Täter daraufhin Geld und mehrere Zigarettenpackungen aus. Anschließend verließ der Mann das Geschäft und flüchtete mit einem Pkw. Beamte sicherten Video- und Tonaufnahmen aus dem Spätkauf. Mehr dazu
Ein schwerer Unfall auf dem Müggelsee in Friedrichshagen ereignete sich am Dienstag gegen 16 Uhr: Ein 32-Jähriger ist am Müggelsee in Friedrichshagen schwer verletzt worden, als er in die rotierende Schiffsschraube eines Mietfloßes geriet. Er war beim Aufblasen eines Gummibootes ins Wasser gestürzt; der 28-jährige Schiffsführer versuchte das Floß anzuhalten, konnte den Unfall jedoch nicht mehr verhindern. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Die Woche verzeichnete mehrere Vorfälle mit Messern und Schusswaffen. Den schwersten Messerangriff mit Lebensgefahr gab es in Baumschulenweg — der Tatverdächtige wurde festgenommen, das Opfer musste notoperiert werden (Mehr dazu). In Berlin-Pankow haben mehrere Schüsse in der Nacht zum Donnerstag eine Lokalscheibe durchschlagen. Eine Zeugin hörte gegen 1:30 Uhr laute Geräusche in der Pradelstraße und verständigte die Polizei. Die alarmierten Beamten fanden an einer Lokalität in der Wollankstraße mehrere Patronenhülsen sowie deutliche Beschädigungen an einer Scheibe. Über mögliche Hintergründe der Schießerei liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Mehr dazu. Die Schießerei in der Bar in Baumschulenweg, bei der ein 40-Jähriger auf einen Gleichaltrigen schoss, ist bereits im Hauptteil beschrieben (Mehr dazu). In Weißensee ist in der Nacht zum Mittwoch ein 24-Jähriger durch einen Messerangriff erheblich verletzt worden. Nach Angaben der Berliner Polizei trafen der Mann und seine beiden Begleiter (20 und 21 Jahre alt) gegen 22.15 Uhr am Eingang des Parks am Weißensee auf mehrere junge Männer, die sie flüchtig kannten. Nach einem ersten Gespräch gerieten die beiden Gruppen in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung zog ein 22-Jähriger ein Messer und stach dem 24-Jährigen damit in den Rücken. Der Angreifer und seine Begleiter flüchteten in Richtung Berliner Allee; nach bisherigem Kenntnisstand besteht keine Lebensgefahr. Mehr dazu. In Neukölln-Rudow stach ein 52-Jähriger am Abend des 12.08. gegen 18:40 Uhr im Glockenblumenweg einem 38-Jährigen mit einem Messer in den Oberkörper. Der Tatverdächtige wurde noch am Tatort festgenommen; ein Atemalkoholtest ergab rund 3,7 Promille. Mehr dazu. Beim Raub auf den Kreuzberger Spätkauf an der Zossener Straße bedrohte der Täter den Mitarbeiter mit einer Schusswaffe — der Fall ist im Hauptteil beschrieben (Mehr dazu). In Neukölln wurde am Samstag, 29.11.2025, ein Raub auf einen Spätkauf in der Weserstraße gemeldet: Ein Täter schlug die Inhaberin nieder und floh mit einem Teil der Kassenbeute. Die Polizei sucht Zeugen und bittet um Hinweise unter (030) 4664–573100. Mehr dazu.
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Messerstechereien: Allein vier Vorfälle mit Messereinsatz durch Tatverdächtige wurden bekannt, darunter ein Fall mit Lebensgefahr und ein Fall, bei dem ein Spezialeinsatzkommando zur Festnahme nötig war. Dazu kamen mehrere Raubdelikte in der Nacht — auf Spätverkäufe in Kreuzberg und Neukölln sowie auf einen Lieferfahrer in Spandau. Beim Überfall in Spandau am 12.08. gegen 21:50 Uhr im Georg-Ramin-Grünzug rissen zwei unbekannte Täter einen 25-jährigen Essensauslieferer vom E-Bike, sprühten ihm Reizgas ins Gesicht, schlugen ihn und flüchteten mit seinem Bargeld. Das Raubkommissariat der Polizeidirektion 2 (West) ermittelt. Mehr dazu.
Einen Ermittlungserfolg meldete das Landeskriminalamt am 12. August in Neukölln: Beamte nahmen drei mutmaßliche Wohnungseinbrecher im Alter von 25, 34 und 35 Jahren in Buckow auf frischer Tat fest. Die Männer sollen an diesem Vormittag in zwei Wohnungen in Gropiusstadt und an der Johannisthaler Chaussee eingebrochen sein und dabei Schmuck, Münzen und Bargeld gestohlen haben. Das Trio wurde auf einem nahegelegenen Parkplatz gestellt. Mehr dazu
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