Die Woche vom 10.08. bis 16.08.2026 brachte für Bremen einen tödlichen Straßenstreit, eine Brandstiftungsserie, die Entschärfung einer Weltkriegsbombe und mehrere Festnahmen. Die schwersten Vorfälle forderten Polizei und Feuerwehr gleichermaßen – und einen Mord hält die Mordkommission weiterhin in Atem.
Der folgenschwerste Vorfall ereignete sich am Samstag, 15. August, gegen 16:10 Uhr im Kirchweg in der Bremer Neustadt: Ein 56 Jahre alter Mann ist nach einer gewalttätigen Auseinandersetzung ums Leben gekommen. Die Mordkommission hat ihre Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach dem mutmaßlichen Täter. Nach bisherigen Erkenntnissen geriet der 56-Jährige mit einem Autofahrer in Streit; dieser stieg aus seinem Fahrzeug und versetzte dem Mann mehrere Faustschläge ins Gesicht. Das Opfer stürzte, prallte mit dem Kopf auf dem Boden auf und erlitt schwere Kopfverletzungen. Trotz sofortiger Reanimationsmaßnahmen verstarb er noch am Tatort. Der Tatverdächtige flüchtete in einem weißen Kleinwagen und wird als etwa 55 Jahre alt, 180 bis 190 Zentimeter groß mit kurzen grauen Haaren beschrieben; zur Tatzeit trug er ein enges graues Hemd und dunkle Jeans. Die Mordkommission sucht insbesondere nach Personen, die die Auseinandersetzung am Samstagnachmittag beobachtet haben, sowie nach Angaben zum beschriebenen Mann und dem Fluchtfahrzeug. Hinweise können auch anonym über das Onlineportal der Polizei übermittelt werden. Mehr dazu
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in Bremen-Neustadt zu einer Brandstiftungsserie. Ab etwa 23:20 Uhr meldeten mehrere Anrufer Feuer an verschiedenen Orten; bis etwa 23:55 Uhr brannten in insgesamt sechs Straßen Sperrmüll und Unrat. Am Neustadtswall beschädigten brennende Pappkartons eine Hausfassade, Polizistinnen und Polizisten setzten einen Feuerlöscher ein, bis die Feuerwehr eintraf. In der Oldenburger Straße beschädigten die Flammen einen abgestellten Linienbus; in der Friedrich-Ebert-Straße wurde eine Litfaßsäule stark beschädigt. Menschen wurden nicht verletzt, es entstand jedoch ein höherer Sachschaden. Die Polizei nahm einen 41-jährigen Mann fest, der unter dringendem Tatverdacht steht. Mehr dazu
Ebenfalls in der Bremer Neustadt gelang der Polizei am Mittwoch, 12. August, gegen 18:20 Uhr die Festnahme eines Räubertrios. Im Rahmen einer Schwerpunktmaßnahme zur Bekämpfung von Raubkriminalität beobachteten Beamte die drei polizeibekannten Männer, die auf E-Scootern unterwegs waren, bereits im Viertel. Das Trio beraubte anschließend einen 61-jährigen Mann: Zwei Mitglieder sprachen das Opfer an und gaben vor, er habe etwas verloren; während der Mann abgelenkt war, näherte sich der dritte Täter, stieß ihn gegen die Brust und riss ihm eine vergoldete Halskette vom Hals. Alle drei Verdächtigen befinden sich in Haft. Mehr dazu
Am Freitag, 15. August, wurde in Bremen-Lesum eine 83-jährige Frau Opfer eines versuchten Raubes. Gegen 10:30 Uhr war die Seniorin auf der Straße Blauholzmühle auf dem Heimweg, als ein unbekannter Mann sie von hinten an der Schulter berührte und versuchte, den Goldring von ihrer linken Hand abzuziehen. Als dies misslang, flüchtete er in Richtung Bördestraße. Er wird als männlich, jünger als 30 Jahre, etwa 180 Zentimeter groß und schlank beschrieben; zur Tatzeit trug er eine graue Kapuzenjacke mit Reißverschluss und einem pinkfarbenen Schriftzug auf dem Rücken sowie ein Cap. Die Polizei sucht Zeugen. Mehr dazu
Am Sonntagabend, 10. August, stellten Polizistinnen und Polizisten in Bremen-Woltmershausen einen 25-jährigen Mann, nachdem Anwohner Schüsse in der Woltmershauser Straße gemeldet hatten. Bei ihm fanden die Polizisten eine geladene Schreckschusswaffe, Munition und ein Messer. Gegen 21:45 Uhr hörten Anwohner mehrere Schüsse und sahen einen Mann in einen Hinterhof laufen; sie alarmierten daraufhin über den Notruf die Polizei. Die Beamten konnten den 25-Jährigen aufgrund der Personenbeschreibung schnell ausfindig machen und stellten ihn. Bei der anschließenden Durchsuchung entdeckten sie eine geladene Schreckschusswaffe, mehrere Schuss Munition und ein Messer, die der Mann verdeckt in einer Tasche unter seiner Kleidung trug. Auf der Straße lagen mehrere leere Patronenhülsen. Die Polizei beschlagnahmte die Waffen. Mehr dazu
Am Donnerstag, 13. August, gegen 10 Uhr kollidierten in Bremerhaven in der Grashoffstraße zwei Fahrzeuge; eine Person saß in einem der Wagen fest. Der Aufprall hatte die Autotüren so verformt, dass sie sich nicht mehr öffnen ließen. Mit hydraulischem Rettungsgerät öffnete die Feuerwehr Bremerhaven die Beifahrertür und befreite die Person schonend. Insgesamt drei Personen waren bei dem Unfall verletzt; der Rettungsdienst versorgte sie medizinisch und brachte sie in Krankenhäuser der Umgebung. Eines der beteiligten Fahrzeuge war ein Elektroauto. Mehr dazu
Am Freitag, 14. August, entschärfte Sprengmeister Hans Mohr gegen 17:20 Uhr in der Steubenstraße im Bremer Ortsteil Hastedt eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Blindgänger war bei Sondierungsarbeiten auf einer Baustelle entdeckt worden. Für die Entschärfung war eine Evakuierungszone mit einem Radius von 500 Metern notwendig; ab 13 Uhr wurden alle Gebäude in der direkten Umgebung geräumt. Nach erfolgreicher Entschärfung durch den Kampfmittelräumdienst der Bremer Polizei konnten die Anwohnerinnen und Anwohner in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Mehr dazu
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beschädigten Unbekannte das Fahrzeug eines Vorstandsmitglieds der Bremer AfD in Mittelshuchting. Die Täter zerstörten mehrere Reifen, schlugen die Seitenscheibe ein und bespritzten das Fahrzeug mit einer säureartigen Flüssigkeit. Der Staatsschutz der Polizei Bremen hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die im Bereich Limburger Straße, Flämische Straße und Antwerpener Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Am Sonntagabend, 9. August, griff ein unbekannter Mann im Herdentorsteinweg in der Bremer Bahnhofsvorstadt einen 38-Jährigen an. Der Täter umarmte ihn zunächst und griff nach dessen Halskette; als dieser zurückwich, holte der Unbekannte aus einem nahegelegenen Imbiss ein Messer und führte damit Stichbewegungen in Richtung der vierköpfigen Gruppe aus, als diese versuchte, ihn zu entwaffnen. Anschließend kehrte er mit mehreren Komplizen zurück und beschädigte ein Auto der Gruppe. Die Polizei sucht Zeugen. Mehr dazu — Ebenfalls mit einer Waffe bewaffnet war der 25-jährige Mann, den Polizistinnen und Polizisten am Sonntagabend in Bremen-Woltmershausen stellten, nachdem Anwohner Schüsse gemeldet hatten; bei ihm wurden eine geladene Schreckschusswaffe, Munition und ein Messer sichergestellt. Mehr dazu
Gleich zwei Ereignisse dieser Woche zeigen, wie sehr E-Scooter das Bremer Stadtbild und die Polizeiarbeit beschäftigen: Das festgenommene Räubertrio nutzte die Fahrzeuge gezielt als Tatmittel, und bei einem stadtweiten Kontrolltag am Donnerstag fertigten die Beamten bei Kontrollen von E-Scootern, Pedelecs und Fahrrädern über 100 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten sowie 13 Strafanzeigen aus – darunter zahlreiche Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Ein 12-jähriger Junge flüchtete im Stadtteil Osterholz zunächst vor den Beamten, als er die Kontrolle bemerkte. Mehr dazu
Einen unfreiwilligen Abschluss der Woche erlebte ein 37-Jähriger am Donnerstagvormittag am Bremer Hauptbahnhof: Eine Kooperationsstreife aus Bundes- und Landespolizei, Ordnungsamt und DB Sicherheit traf ihn gegen 11 Uhr schlafend im Treppenbereich zu Bahnsteig 1. Eine Überprüfung seiner Personalien ergab, dass die Bremer Staatsanwaltschaft mit einem Haftbefehl nach ihm gefahndet hatte – er sollte eine einjährige Freiheitsstrafe aus diversen Delikten antreten. Bundespolizisten brachten ihn anschließend in die Haftanstalt. Mehr dazu
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