Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 19. und 25. Oktober 2026 beschäftigten die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Gewaltdelikte mit Messern, ein Pyrotechnik-Angriff auf einen Fanbus auf der Autobahn, ein Großbrand in Wismar sowie ein erschreckender Vorfall um verletzte und getötete Zuchtstuten im Raum Neustadt-Glewe. Außerdem kam es bei einem Arbeitsunfall in Langhagen und einem Frontalzusammenstoß in Brandshagen zu Schwerverletzten.
Der folgenschwerste Gewaltvorfall der Woche ereignete sich am Montagabend, dem 19. Oktober, in Barth: Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes in der Langen Straße soll ein 21-Jähriger im Verlauf eines Streits das Messer gezogen und den Jugendlichen damit attackiert haben. Der 17-Jährige erlitt Schnitt- und Stichverletzungen im Bauchbereich. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Krankenhaus, wo er notoperiert werden musste. Nach aktuellem Stand befindet er sich in einem kritischen, aber nicht lebensbedrohlichen Zustand. Der 21-Jährige flüchtete zunächst vom Tatort, wurde jedoch kurz darauf von Polizisten gefasst und vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Stralsund ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Mehr dazu
Am Dienstagabend, dem 20. Oktober, begleitete die Polizei das EuroCup-Heimspiel der Rostock Seawolves gegen Aris Thessaloniki in der Rostocker Stadthalle. Rund 450 Gästefans aus Griechenland reisten an; während der Veranstaltung blieb es ruhig. Nach Spielende jedoch attackierten Unbekannte auf der A 20 zwischen den Anschlussstellen Rostock-West und Bad Doberan einen Bus mit rund 70 griechischen Fans mit Pyrotechnik. Das Fahrzeug wurde beschädigt; Verletzte gab es nicht. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Mehr dazu
Ebenfalls am Dienstag ereignete sich in Brandshagen ein schwerer Frontalzusammenstoß: Ein 38-jähriger Stralsunder und ein 30-jähriger Fahrer aus der Region stießen auf der Neuhöfer Straße frontal zusammen. Die Freiwillige Feuerwehr Sundhagen befreite beide eingeklemmten Fahrer aus ihren Wagen; sie wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Die Gemeindestraße musste für fünf Stunden gesperrt werden. Die genaue Unfallursache ist noch ungeklärt. Mehr dazu
Am Mittwoch, dem 21. Oktober, weiteten sich die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Schwerin und der Staatsanwaltschaft Schwerin zu einer Serie von Tierangriffen im Bereich Neustadt-Glewe aus. Die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin und die Staatsanwaltschaft Schwerin ermitteln in mehreren Fällen von verletzten und getöteten Pferden im Bereich Neustadt-Glewe. Insgesamt wurden bislang sechs Pferde angegriffen; drei der Tiere kamen ums Leben. Betroffen waren überwiegend tragende Zuchtstuten mit einem Wert von mehreren Zehntausend Euro. Am Mittwoch wurden zahlreiche Mitarbeitende des betroffenen Gestüts vernommen. Mehr dazu
Einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr löste am Donnerstagnachmittag, dem 22. Oktober, ein Brand in einer leerstehenden Ruine in der Wismarer Straße Platter Kamp aus. Das Feuer breitete sich in der alten Malzfabrik vom zweiten Obergeschoss auf den dritten Stock und das Dach aus. Menschen befanden sich zu dem Zeitpunkt nicht im Gebäude. Die Hochbrücke musste zeitweise gesperrt werden, der Bahnverkehr war bis auf Weiteres unterbrochen. Das Gebäude gilt als einsturzgefährdet; ein Teil der Ruine wird kontrolliert abgerissen. Die Kriminalpolizeiinspektion und die Staatsanwaltschaft Schwerin ermitteln wegen Brandstiftung. Mehr dazu
Ebenfalls am 22. Oktober wurde ein 38-jähriger Arbeiter auf einer Baustelle in Langhagen gegen 15:20 Uhr in der Teterower Chaussee zwischen einem Bagger und einer Verbauwand eingeklemmt. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Rostocker Krankenhaus gebracht. Die Polizei sperrte die Landesstraße 11 für etwa 30 Minuten. Die Kriminalpolizei untersucht den genauen Unfallhergang; auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wird ein Sachverständiger hinzugezogen. Mehr dazu
Am Freitagabend, dem 23. Oktober, kam es am Bahnhof Parchim zu einem versuchten schweren Raub: Ein 22-jähriger Mann wollte gegen 22:30 Uhr mit dem Zug nach Hause fahren, als ihm zwei unbekannte Männer entgegenkamen und sein Fahrrad entwenden wollten. Als er sich wehrte, zog einer der Unbekannten ein Messer und verletzte ihn an Hand und Arm. Dem 22-Jährigen gelang es, sich mit dem Fahrrad in den wartenden Zug zu flüchten. Nach seiner Ankunft zu Hause verständigte ein Familienangehöriger Polizei und Rettungsdienst. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht; die Täter sind weiterhin flüchtig. Mehr dazu
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stellte die Polizei in Hagenow einen 20-Jährigen, der im Verdacht steht, ein großflächiges Graffiti — rund sechs Meter breit und zwei Meter hoch, mit einem Motiv aus der Fußballszene — an einem Parkhaus in der Robert-Stock-Straße angebracht zu haben. Bei der Feststellung leistete der Mann erheblichen Widerstand; er selbst und zwei Polizeibeamte wurden leicht verletzt. In seinem Fahrzeug fanden Beamte mehrere Spraydosen, die sichergestellt wurden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Mehr dazu
Am 22. Oktober wurde in Pasewalk ein 53-Jähriger auf einer Bank in der Prenzlauer Straße von einem Unbekannten unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Der Täter schnappte sich anschließend das auf der Bank liegende Smartphone im Wert von rund 500 Euro und flüchtete in Richtung Markt. Der 53-Jährige wurde leicht verletzt und vor Ort medizinisch versorgt. Der Täter wird als männlich, dunkel gekleidet, auffallend klein und von jugendlichem Aussehen beschrieben. Mehr dazu
In der Nacht zum 23. Oktober brach auf einem Grundstück in Faulenrost in der Dorfstraße ein Brand aus. Gegen 23:00 Uhr meldete die Integrierte Rettungsleitstelle Mecklenburgische Seenplatte das Feuer. Angehäufte Gartenabfälle waren in Flammen geraten; die Feuerwehr rückte mit zwölf Kameraden an und löschte den Brand. Der Kriminaldauerdienst sicherte Spuren; die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung. Mehr dazu
Über das Wochenende vom 16. auf den 19. Oktober wurden in Dargitz zwei Einbrüche auf Baustellen verübt. Auf einer Baustelle am Verbindungsweg zwischen Dargitz und Jatznick stahlen Täter Elektrogeräte und Kabel aus einem Bauwagen (Schaden: rund 350 Euro). Auf der nahe gelegenen Baustelle einer Windkraftanlage entwendeten Unbekannte 100 Liter Diesel aus einem Bagger und brachen zusätzlich in einen Schäferwagen ein (Schaden: rund 530 Euro). Die Polizei sucht in beiden Fällen Zeugen. Mehr dazu
Im selben Zeitraum — zwischen Samstag, dem 17., und Montag, dem 19. Oktober — drangen Täter in einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Dorfstraße in Sarow ein und stahlen Schlag- und Akkuschrauber, eine Akku-Fettpresse, mehrere Winkelschleifer sowie diverses Handwerkzeug der Marken Bosch und Makita. Der Schaden beläuft sich auf rund 8.000 Euro. Die Polizei bittet um Hinweise, insbesondere wenn entsprechende Werkzeuge zum Kauf angeboten werden. Mehr dazu
In Hagenow wurde zudem in der Königstraße zwischen 20:30 Uhr und 2:40 Uhr in ein Wohnhaus eingebrochen. Täter stahlen eine Kamera; der Sachschaden wird auf rund 1.700 Euro geschätzt. Die Polizei sucht Zeugen und bittet Anwohner, private Videoüberwachungsaufzeichnungen zu prüfen. Mehr dazu
Zwischen dem 16. und 19. Oktober wurde außerdem in Pasewalk in das städtische Freibad in der Straße Am Lindenbad eingebrochen. Täter drangen in zwei Gebäude auf dem Gelände ein und stahlen Werkzeuge sowie einen Sanitätskasten (Schaden: rund 1.000 Euro). Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Drei Vorfälle mit Messern durch Tatverdächtige sind diese Woche aktenkundig geworden. In Barth erlitt am Montag, dem 19. Oktober, ein 17-Jähriger auf einem Supermarktparkplatz in der Langen Straße Schnitt- und Stichverletzungen im Bauchbereich, nachdem ein 21-Jähriger im Verlauf eines Streits das Messer gezogen und den Jugendlichen damit attackiert haben soll — der Verletzte musste notoperiert werden und befindet sich in einem kritischen, aber nicht lebensbedrohlichen Zustand. Mehr dazu Am Freitag, dem 23. Oktober, zog einer von zwei unbekannten Männern am Bahnhof Parchim bei einem versuchten Fahrradraub ein Messer und verletzte einen 22-Jährigen an Hand und Arm. Mehr dazu Schusswaffen wurden in der zurückliegenden Woche von der Polizei nicht gemeldet.
Auffällig ist in dieser Woche die Häufung von Einbrüchen in Betriebe und öffentliche Einrichtungen: Allein zwischen dem 16. und 19. Oktober wurden in Dargitz, Sarow und Pasewalk innerhalb kurzer Zeit mehrere Objekte angegangen — darunter Baustellen, ein landwirtschaftlicher Betrieb und ein Freibad. Zudem führten gleich zwei Brandstiftungen zu Polizeieinsätzen: in Wismar brannte eine als einsturzgefährdet geltende Ruine, in Faulenrost Gartenabfälle auf einem Privatgrundstück. Beide Fälle werden kriminalpolizeilich untersucht.
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.