Zeit für eine erste Bilanz der Woche: Zwischen dem 26. Oktober und dem 1. November 2026 beschäftigten die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern ein schwerer Motorradunfall mit lebensgefährlich verletztem Fahrer, mehrere Einbrüche und Einbruchsversuche sowie ein ungewöhnlicher Großeinsatz am Bahnhof Waren. Daneben geriet ein Rostocker durch eine Abfolge von Übergriffen in der Innenstadt ins Visier der Ermittler.
Der folgenschwerste Verkehrsunfall der Woche ereignete sich am Freitag, 31. Oktober, auf der L 28 in Hintersee: Auf der L 28 in Hintersee ist am 31. Oktober gegen 11:15 Uhr ein Motorradfahrer bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Pkw lebensgefährlich verletzt worden. Der 48-jährige Kradfahrer war aus dem Zentrum der Ortschaft kommend in Richtung der polnischen Grenze unterwegs, als er in einer Rechtskurve nach links in den Gegenverkehr geriet. Der Grund für das Ausweichen ist noch ungeklärt. Mit dem entgegenkommenden Dacia stieß das Motorrad frontal zusammen. Der 47-jährige polnische Fahrer und sein 34-jähriger Beifahrer blieben unverletzt. Der Kradfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum nach Neubrandenburg geflogen. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Mehr dazu
Ebenfalls verletzt wurde eine 14-Jährige in Neubrandenburg: In Neubrandenburg ist eine 14-Jährige bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Das Mädchen stieg gegen 12.50 Uhr aus einem Bus auf Höhe der Haltestellen am Rathaus am Friedrich-Engels-Ring aus und überquerte die Straße direkt vor dem Bus, ohne zur nächsten Fußgängerampel zu gehen. Ein 53-jähriger Autofahrer konnte trotz sofortigen Bremsens einen Zusammenstoß mit der Jugendlichen nicht verhindern. Sie wurde erfasst und kam per Rettungsdienst ins Klinikum. Der Autofahrer blieb unverletzt. Mehr dazu
Auf der B96 zwischen der Autobahn 20 und der Anschlussstelle Miltzow kam am Freitag, 30. Oktober, gegen 03:45 Uhr ein Sattelzug von der Fahrbahn ab. Nach ersten Erkenntnissen könnte Sekundenschlaf die Ursache gewesen sein. Der 30-jährige Fahrer kam leicht verletzt ins Krankenhaus. Beim Unfall liefen rund 200 Liter Kraftstoff aus und gelangten ins Erdreich. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Süderholz und Grimmen kümmerten sich um die auslaufenden Betriebsstoffe, die B96 wurde gesperrt. Mehr dazu
Ein 30-jähriger Mann löste am Mittwoch, 29. Oktober, binnen knapp zwei Stunden gleich mehrere Polizeieinsätze in der Rostocker Innenstadt aus. Gegen 16:45 Uhr soll er in der Rungestraße mit einem Miet-E-Roller eine Ladenscheibe eingeschlagen haben. Rund 25 Minuten später meldeten Zeugen eine körperliche Auseinandersetzung in der Nähe. Gegen 18:20 Uhr beleidigte der 30-Jährige auf dem Neuen Markt eine gleichaltrige Frau, die er nicht kannte, und schlug ihr ins Gesicht. Polizistinnen und Polizisten des Polizeihauptreviers Rostock stellten den Mann kurz darauf in der Nähe. Wegen seines auffälligen Verhaltens wurde er anschließend in eine Klinik gebracht. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung. Mehr dazu / Zum Vorfall am Neuen Markt
Einen Großeinsatz von Landes- und Bundespolizei, Feuerwehr und dem Gefahrgutzug des Landkreises löste am Donnerstagvormittag, 29. Oktober, ein Verdacht auf eine ätzende Flüssigkeit am Bahnhof Waren/Müritz aus. Gegen 09:00 Uhr wurde die Meldung über die gefährliche Substanz im Fahrstuhl der Bahnhofsunterführung bekannt. Der Einsatz stand im Zusammenhang mit einem Vorfall vom Mittwoch: Die Bundespolizei hatte eine Sachbeschädigung am Fahrstuhl festgestellt, die vermutlich durch eine säureartige Flüssigkeit verursacht worden war. Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn, die den Fahrstuhl reinigen sollte, verspürte eine körperliche Reaktion auf der Haut und vermutete Kontakt mit einem gefährlichen chemischen Stoff. Mehr dazu
Nach wiederholten Angriffen auf einen Funkmast im Ostseebad Dierhagen, die zu Störungen der Telekommunikationsversorgung führten, nahm die Polizei einen Tatverdächtigen fest. Der 42-jährige Mann sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam und das Kriminalkommissariat Stralsund hatten die Ermittlungen mit Unterstützung des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern übernommen und unter anderem Videoaufzeichnungen gesichert. Zur Identifizierung führte schließlich ein anderer Einsatz: Am Mittwoch, 28. Oktober, rückten Beamte des Polizeireviers wegen einer Streitigkeit in einer Kleingartenanlage in Ribnitz-Damgarten aus und erkannten den Mann durch einen Abgleich. Mehr dazu
Gleich zwei Einbruchsversuche in Einfamilienhäuser beschäftigten die Kriminalpolizei am Donnerstag, 29. Oktober: In Thürkow drangen Unbekannte gegen 21:15 Uhr über ein Terrassenfenster ein, flüchteten jedoch, als die Bewohnerin im Obergeschoss auf die Geräusche reagierte. In Mönchhagen bemerkte bereits gegen 10:00 Uhr eine Bewohnerin einen unbekannten Mann, der versuchte, ebenfalls über ein Terrassenfenster einzudringen, und vertrieb ihn durch ihr Erscheinen. In beiden Fällen wurde nach bisherigem Kenntnisstand nichts gestohlen. Mehr dazu
Im Landkreis Rostock verzeichnete die Polizei zudem einen vollendeten Wohnungseinbruch und einen weiteren versuchten Einbruch: Am 28. Oktober gelangten Täter zwischen 05:30 und 17:30 Uhr über die Wohnungstür in eine Wohngemeinschaft in der Rostocker Straße in Sievershagen und stahlen Elektronikartikel im Wert von mehr als 3.000 Euro. Bereits am 27. Oktober hatten Unbekannte versucht, in ein Einfamilienhaus im Lindenanger in Lambrechtshagen einzudringen; sie beschädigten zwei Fenster und richteten einen Schaden von rund 6.000 Euro an, kamen aber nicht hinein. Die Polizei bittet in beiden Fällen um Hinweise. Mehr dazu
In Hagenow versuchte in der Nacht zum Donnerstag ein unbekannter Mann, in eine geschlossene Tankstelle in der Sudenhofer Straße einzubrechen. Eine Streifenwagenbesatzung bemerkte ihn gegen 02:25 Uhr an der Eingangstür; der Mann flüchtete zu Fuß, noch bevor die Beamten herangefahren waren. An der Tür fanden die Polizisten zwei Holzkeile, die offenbar zum Öffnen verwendet werden sollten. Die unmittelbar eingeleitete Fahndung blieb zunächst erfolglos. Mehr dazu — Bereits in der darauffolgenden Nacht erkannte dieselbe Streifenwagenbesatzung den mutmaßlichen Täter wieder, als er über den Lindenplatz in der Hagenower Innenstadt lief. Entscheidend war die auffällige Oberbekleidung, die er auch zur Tatzeit getragen hatte. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 31-jährige britische Staatsbürger keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat und nach eigenen Angaben auf Durchreise war. Mehr dazu
Am Mittwochabend, 28. Oktober, stellten Polizistinnen und Polizisten im Bereich Friedrichshagen bei Upahl zwei junge Männer im Alter von 17 und 18 Jahren fest, die offenbar für Graffiti-Schmierereien an Brückenpfeilern unterhalb der A20 verantwortlich sind. Ein lauter Knall hatte den Einsatz ausgelöst: Die beiden sollen Spraydosen in ein kleines Lagerfeuer geworfen haben. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs des 18-Jährigen fanden die Beamten weiteres Beweismaterial. Mehr dazu
Am Sonnabend, 1. November, stoppten Beamte des Reviers Lichtenhagen auf der Rostocker Stadtautobahn einen zu schnell fahrenden Renault Twingo. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 38-jährige Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Bei der Durchsuchung des Wagens fanden die Polizisten eine Schreckschusswaffe und ein Einhandmesser. Hinzu kam ein weiterer Verdacht: Es gab Anhaltspunkte dafür, dass der Mann sein Fahrzeug unter dem Einfluss berauschender Mittel geführt haben könnte. Die Polizei ließ ihm daraufhin Blut entnehmen, um dies zu überprüfen. Gegen den 38-Jährigen wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet. Mehr dazu
Am 29. Oktober entdeckten Polizisten in der Wendenstraße in Güstrow bei einer Routinekontrolle einen E-Scooter-Fahrer, der verbotswidrig auf dem Gehweg unterwegs war. Das Fahrzeug trug kein Versicherungskennzeichen und war bereits am 15. Juli 2026 in Güstrow als gestohlen gemeldet worden. Beim 39-jährigen Fahrer ergaben sich zudem Hinweise auf Cannabiskonsum; eine Blutprobe wurde angeordnet. Der E-Scooter wurde sichergestellt. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
Einen Vorfall mit einer sichergestellten Waffe meldete die Polizei aus Rostock: Bei der Kontrolle des 38-jährigen Fahrers ohne Fahrerlaubnis auf der Stadtautobahn fanden Beamte des Reviers Lichtenhagen am Sonnabend eine Schreckschusswaffe sowie ein Einhandmesser im Fahrzeug. Ein Schusswaffeneinsatz durch den Tatverdächtigen fand nicht statt; die Waffe wurde sichergestellt. Messerattacken durch Täter wurden der Polizei in der zurückliegenden Woche nach vorliegenden Meldungen nicht bekannt. Mehr dazu
Auffällig in dieser Woche ist die Häufung von Einbrüchen und Einbruchsversuchen: Allein zwischen Montag und Donnerstag registrierte die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern mindestens fünf Fälle — in Thürkow, Mönchhagen, Sievershagen, Lambrechtshagen und Hagenow. Passend dazu bietet die Polizeiinspektion Neubrandenburg am Montag, 2. November, von 13:00 bis 17:00 Uhr einen kostenlosen Beratungsstand zum Thema Einbruchsschutz im Bethaniencenter Neubrandenburg an. Mitarbeiter des Präventionsbereichs beantworten dort Fragen rund um die Sicherung des eigenen Zuhauses — von einfachen Maßnahmen beim Verlassen der Wohnung bis hin zu technischen Möglichkeiten wie der Kombination aus elektronischen und mechanischen Systemen. Mehr dazu
Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.