Das war die Blaulicht-Woche in Schleswig-Holstein: 19.10.–25.10.2026 (KW 43)

(Symbolbild)

Die Woche vom 19. bis 25. Oktober 2026 brachte für Schleswig-Holstein zwei tödliche Verkehrsunfälle, einen Messerangriff auf einen Jugendlichen, einen Unfall mit einer lebensgefährlich verletzten Seniorin und neue Erkenntnisse in einem seit Jahren ungeklärten Tötungsdelikt. Dazu beschäftigten eine Drogenfestnahme in Wedel, mehrere Einbrüche und eine Brandserie in Wahlstedt die Behörden im Land.

Das schwerste Verkehrsunglück der Woche ereignete sich in der Nacht zum Freitag auf der Kreisstraße 1 zwischen Malkwitz und Sieversdorf: Ein 37-jähriger Lübecker kam gegen 01:00 Uhr mit seinem Audi TT in einer Kurve nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen zwei Bäume. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ordnete zur Klärung der Unfallursache ein Sachverständigengutachten an. Mehr dazu

Am Samstagabend ist eine 74-jährige Frau in Lübeck-St. Lorenz lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Polizei stürzte die Lübeckerin zunächst auf die Fahrbahn und wurde anschließend von einem Fahrzeug angefahren – der Fahrer flüchtete vom Unfallort. Gegen 22:40 Uhr meldeten Zeugen eine bewusstlose Person an der Bushaltestelle Waisenhofstraße in der Fackenburger Allee. Polizei und Rettungsdienst rückten sofort aus und fanden die Frau mit lebensgefährlichen Verletzungen vor; ein Notarzt wurde hinzugezogen, ehe der Rettungsdienst sie in ein Krankenhaus brachte. Die Ermittlungen zur Identität des flüchtigen Fahrers dauern an. Mehr dazu

Ebenfalls mit einem schweren Unfall endete die Fahrt eines 49-jährigen Hamburgers am Mittwochnachmittag auf der Kreisstraße 52 bei Trappenkamp. Sein Audi Q3 kam vor einer leichten Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Baum. Die Feuerwehr musste ihn aus dem Wagen befreien; er wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht, am Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Mehr dazu

Im Fall eines seit Jahren ungeklärten Tötungsdelikts in Eddelak gibt es neue Bewegung. Nach einem erneuten Zeugenaufruf im Fall eines 31-Jährigen, der im April 2020 in Eddelak starb, haben sich mehrere Personen mit Hinweisen an die Kriminalpolizei gewandt. Die Mordkommission verfolgt inzwischen vielversprechende Ermittlungsansätze und hat erste Beweismittel sichergestellt. In der Nacht vom 9. auf den 10. April 2020 war ein Reetdachhaus in der Averlaker Straße vollständig niedergebrannt. Einsatzkräfte fanden den 31-jährigen Bewohner tot in dem Gebäude. Seitdem ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. In der vergangenen Woche hatten die Staatsanwaltschaft Itzehoe und die Bezirkskriminalinspektion Itzehoe erneut öffentlich um Zeugen gebeten. Dies führte zu mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung in den darauffolgenden Tagen. Die Mordkommission prüft diese derzeit und verfolgt vielversprechende Ermittlungsansätze. Im Zuge der Ermittlungen beschlagnahmten die Beamten bereits erste Beweismittel. Um den Fortgang der Ermittlungen nicht zu gefährden, macht die Polizei keine weiteren Angaben zum Stand der Untersuchungen. Mehr dazu

In Wedel nahm die Polizei am Dienstag einen 28-jährigen Mann fest, dem der illegale Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen wird. Ein Richter ordnete Untersuchungshaft an; der Mann sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt. Der Fall geht auf einen Fund aus dem Oktober 2025 zurück, als Arbeiter bei der Räumung einer Garage in der Rissener Straße rund 600 Gramm Cannabis und 350 Gramm Kokain entdeckten und die Polizei alarmierten. Die Kriminalinspektion Pinneberg identifizierte den 28-Jährigen als mutmaßlichen Eigentümer der Drogen; seit Juni 2026 führte eine Ermittlungsgruppe Rauschgift intensive Nachforschungen gegen ihn. Mehr dazu

Am Montagabend wurde ein 16-Jähriger im Kieler Stadtteil Wellsee Opfer eines versuchten Raubüberfalls. In der Kreisauer Straße sprachen ihn zwei Jugendliche an; einer hielt ihn am Arm fest, während beide unter Vorhalt eines Messers Bargeld von ihm forderten. Dem Jugendlichen gelang die Flucht, dabei verletzte ihn einer der Tatverdächtigen mit dem Messer an der Hand. Polizeikräfte leiteten sofort eine Fahndung ein und nahmen zwei Jugendliche als Tatverdächtige fest. Mehr dazu

In Lübeck-St. Lorenz wurde am Samstagabend zudem eine 74-Jährige nach einem Sturz auf die Fahrbahn von einem flüchtigen Fahrzeug angefahren und lebensgefährlich verletzt — dieser Vorfall ist bereits im Abschnitt zu den Verkehrsunfällen ausführlich beschrieben.

Am Dienstag, 20. Oktober, führten Polizei und Bundespolizei zwischen 16:00 und 22:00 Uhr gemeinsame Kontrollen am Kieler Hauptbahnhof durch. Von 108 überprüften Personen trugen zehn ein Einhandmesser griffbereit bei sich; alle Messer wurden sichergestellt und gegen die Träger Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Darüber hinaus stellten die Beamten fest, dass drei Personen zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben waren. Mehr dazu

Am Dienstag, 20. Oktober, kam es in Wahlstedt zu zwei Bränden, die die Polizei auf Brandstiftung zurückführt. In einer Garage auf einem Hof in der Ostlandstraße brach in der Zeit zwischen 16:00 Uhr am Dienstag und 08:00 Uhr am Mittwochmorgen ein Feuer aus; der Sachschaden wird auf rund 1.000 Euro geschätzt. Am selben Dienstag versuchten Unbekannte zwischen 16:00 und 22:20 Uhr zudem, einen Transporter auf einer angrenzenden Grünfläche in Brand zu setzen. Die Kriminalpolizei Bad Segeberg ermittelt und sucht Zeugen. Mehr dazu

Am Donnerstagabend löste ein rätselhaftes Paket in der Pickertstraße in Kiel-Gaarden einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aus. Eine Bewohnerin hatte gegen 19:30 Uhr eine Teekanne mit einer rötlich gefärbten, chemisch riechenden Substanz erhalten und die Behörden alarmiert. Messungen der Feuerwehr ergaben keine Auffälligkeiten; das Paket wurde versiegelt. Das vermeintlich gefährliche Objekt stellte sich als Früchtetee heraus. Mehr dazu

Ebenfalls am Dienstagabend rückte ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zum Hallenbad in Weißenhäuser Strand aus. Bademeister hatten einen verdächtig hohen Chlorwert gemeldet; das Bad wurde vollständig geräumt. Der Rettungsdienst versorgte insgesamt 125 Badegäste medizinisch — darunter Kinder ab drei Jahren und Erwachsene bis 75 Jahre. Zwei leicht verletzte Badegäste wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Mehr dazu

Bei den Einbrüchen verzeichnete die Woche mehrere Fälle: In der Nacht zum Donnerstag drangen Unbekannte in ein Zweifamilienhaus in der Posener Straße in Ellerbek ein, schlugen eine Balkontüscheibe ein, durchsuchten Ober- und Erdgeschoss sowie den Keller und entwendeten eine hochwertige Reisetasche. Mehr dazu Am Dienstag wurden zwei Einfamilienhäuser in Norderstedt und Tangstedt aufgebrochen: Im Lerchenwinkel in Norderstedt stahlen Täter zwischen 08:30 und 10:30 Uhr Münzen, Bargeld, Schmuck und ein Sparbuch; der Sach- und Vermögensschaden beläuft sich auf einen unteren fünfstelligen Betrag. Im Moorweg in Tangstedt zerstörte mutmaßlich ein Täter zwischen 14:25 und 16:15 Uhr ein Fenster und drang so ein. Mehr dazu In der Nacht zu Montag brachen Unbekannte zudem in einen Imbissstand vor einem Elektronikmarkt in der Otto-F.-Alsen-Straße in Itzehoe ein und entwendeten Lebensmittel, Arbeitsgeräte und weiteres Zubehör; der Gesamtschaden liegt im niedrigen vierstelligen Bereich. Mehr dazu

Am Mittwochnachmittag gegen 15:35 Uhr raubte ein unbekannter Mann einer 60-Jährigen in der Flensburger Neustadt die Handtasche — unmittelbar nachdem sie eine Sparkassenfiliale verlassen hatte. Der Täter flüchtete zunächst in Richtung Tankstelle, dann weiter zum Hafen. Er wird beschrieben als 20 bis 30 Jahre alt, 170 bis 180 Zentimeter groß, mit kurzem dunklem Haar; er trug eine schwarze Steppweste, einen grauen Pullover und helle Schuhe. Mehr dazu

In Wankendorf überschlug sich am frühen Freitagmorgen gegen 05:45 Uhr das Auto eines 32-Jährigen im Bockelhorner Weg. Der Fahrer erlitt Verletzungen an Knie und Rücken und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Die Fahrbahn war rund eineinhalb Stunden gesperrt. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Am Montagabend in Kiel-Wellsee bedrohten zwei Jugendliche einen 16-Jährigen in der Kreisauer Straße unter Vorhalt eines Messers und verlangten Bargeld. Bei dem Versuch zu flüchten, erlitt der Jugendliche eine leichte Schnittwunde an der Hand — Mehr dazu. Daneben sicherte die Polizei am Dienstag, 20. Oktober, bei gemeinsamen Kontrollen mit der Bundespolizei am Kieler Hauptbahnhof insgesamt zehn Einhandmesser, die Passantinnen und Passanten verbotenerweise griffbereit mitführten; gegen alle zehn Personen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet — Mehr dazu.

Die Einbruchszahlen dieser Woche stechen ins Auge: Innerhalb weniger Tage registrierte die Polizei Schleswig-Holstein mindestens vier Wohnungs- beziehungsweise Objekteinbrüche in Ellerbek, Norderstedt, Tangstedt und Itzehoe. Alle Taten ereigneten sich in den Abend- oder frühen Morgenstunden; in keinem Fall konnten die Täter bislang identifiziert werden. Parallel dazu deutet die Brandserie in Wahlstedt mit einer vollständig abgebrannten Garage und einer versuchten Fahrzeugbrandstiftung am selben Dienstag auf einen möglicherweise gezielten Täter hin, nach dem die Kriminalpolizei Bad Segeberg sucht.

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Schleswig-Holstein erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz ausschließlich aus offiziellen Angaben der Polizei oder Justizbehörden erstellt und redaktionell geprüft.

» Weitere Polizeimeldungen aus Schleswig-Holstein