In der vergangenen Woche beschäftigten vor allem Drogendelikte und Gewaltverbrechen die Thüringer Polizei. Die schwersten Vorfälle waren ein größeres Drogenermittlungsverfahren nach einem Fund am Altenburger Busbahnhof sowie mehrere Körperverletzungen bei Volksfesten im Landkreis Sonneberg.
Bei einer Routinekontrolle am Altenburger Busbahnhof führte am Freitag der Fund von Amphetamin bei einem 18-Jährigen zu einem größeren Ermittlungsverfahren. Die Polizei stellte bei dem jungen Mann eine große Menge der Droge sowie Bargeld sicher und nahm ihn wegen des Verdachts auf unerlaubten Handel mit Betäubungsmitteln vorläufig fest. Eine anschließende Wohnungsdurchsuchung in Südthüringen förderte weitere Betäubungsmittel zutage. Mehr dazu
Im Landkreis Sonneberg kam es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu mehreren Körperverletzungen bei Volksfesten. Auf dem LIKRA-Fest in Sonneberg eskalierte ein Streit zwischen einem 46-Jährigen und einem 58-Jährigen zunächst in einer Ohrfeige. Der Geschädigte wehrte sich, woraufhin die Security eingreifen und beide Männer vom Platz verweisen musste. Dabei mischte sich ein Dritter in die Auseinandersetzung ein und beleidigte, bedrohte und attackierte die Sicherheitskräfte. Bei einer Kirmesfeier bei Schwärzdorf schlug ein 21-Jähriger einen 17-Jährigen ins Gesicht und beleidigte ihn sowie eine weitere Person. Gegen mehrere Personen wurden Strafverfahren eingeleitet und Platzverweise erteilt. Mehr dazu
In Gera kam es am Donnerstagabend zu einer schweren Körperverletzung auf dem Heinrichsplatz. Eine 44-jährige Frau attackierte gegen 18:40 Uhr eine 21-Jährige und deren 20-jährige Begleiterin. Die beiden Hauptbeteiligten kannten sich aus einem früheren familiären Zusammenhang und trafen zufällig aufeinander. Was zunächst als verbaler Streit begann, eskalierte schnell: Die 44-Jährige schlug die junge Frau, und als diese zu Boden stürzte, trat und schlug die Angreiferin weiter auf sie ein. Die 21-Jährige erlitt Hämatome an Armen, Beinen und Händen, die 20-Jährige eine Gesichtsverletzung. Mehr dazu
In Erfurt ereignete sich am Donnerstagmittag ein Brandanschlag vor einer Wohnungstür. Eine unbekannte Person entzündete gegen 12:30 Uhr im Holunderweg 8 ein Handtuch und versuchte damit, die Wohnungstür eines 34-Jährigen anzuzünden. Der Brand wurde rechtzeitig bemerkt und von der Feuerwehr gelöscht. Der Schaden beträgt mindestens 1.000 Euro. Mehr dazu
In Menteroda brannte am Tag ein Wohnhaus vollständig ab. Der 65-jährige Bewohner wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die Landstraße 2093 wurde wegen der Löscharbeiten vollständig gesperrt. Mehr dazu
In Erfurt wurden am Dienstagabend zwei Jugendliche Opfer einer räuberischen Erpressung. Vier unbekannte Täter lockten den 15-Jährigen und 16-Jährigen gegen 19 Uhr unter einem Vorwand in den Bereich Hirschlachufer/Lachsgasse. Dort schlug einer der Täter dem 16-Jährigen ins Gesicht und beleidigte ihn. Die Unbekannten nahmen dem 15-Jährigen seine Geldbörse ab, entnahmen 120 Euro Bargeld und flüchteten. Mehr dazu
Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch
In der zurückliegenden Woche wurden von der Polizei weder Messerattacken noch der Einsatz von Schusswaffen gemeldet.
Auffällig waren in der vergangenen Woche die vielen Verkehrskontrollen mit Drogennachweis. Allein in Gera stoppte die Polizei am Donnerstag binnen weniger Stunden vier Verkehrsteilnehmer, die unter Drogen- oder Alkoholeinfluss unterwegs waren. Drei der Verstöße ereigneten sich zwischen 1:35 Uhr und 2:20 Uhr, ein weiterer am Mittag. In anderen Thüringer Städten wurden weitere Fahrer unter Cannabis- oder Kokaineinfluss erwischt.
Nach elfmonatiger Fahndung nahm die Kriminalpolizei Jena einen 55-jährigen polizeibekannten Wiederholungstäter in Neustadt an der Weinstraße fest. Gegen den Mann aus Weimar bestand seit Juni 2025 ein Haftbefehl wegen Betäubungsmitteldelikten. Bemerkenswert war, dass sich der 55-Jährige noch namentlich an die Fahnder erinnerte, die ihn bereits in der Vergangenheit festgenommen hatten. Mehr dazu