Der Dax ist am Montagmorgen mit Schwung in die Handelswoche gestartet und hat dabei ein neues Rekordhoch erreicht. Gegen 9:30 Uhr notierte der deutsche Leitindex bei rund 25.965 Punkten und lag damit 1,3 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.
Laut Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, könnten positive Vorgaben aus den USA den Index über das Allzeithoch vom Wochenende tragen. „Damit dürfte auch der Griff nach der nächsten runden Marke in dieser Woche nur eine Formalie sein“, sagte der Experte. Als Treiber identifizierte Lipkow erneut geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten: Die USA haben Verhandlungen mit dem Iran bestätigt, was die Ölpreise deutlich nach unten gezogen hat.
Die Entwicklungen an den asiatischen Börsen fielen gemischter aus. Während die chinesischen Indizes positiv tendierten und sich in der Gewinnzone halten konnten, mussten sowohl Japans Nikkei als auch Südkoreas Kospi deutliche Kursverluste hinnehmen. Der chinesische Einkaufsmanagerindex blieb zwar unter den Erwartungen, verweilte mit 50,9 Punkten aber noch in der Expansionszone.
In Japan wirkte eine konzertierte Notenbankaktion nach: Die Bank of Japan und die US-Notenbank Fed griffen gemeinsam in den Markt ein und brachten den Yen auf ein Kursniveau von 156 zum US-Dollar zurück – die erste gemeinsame Intervention beider Notenbanken seit 15 Jahren. Die Yen-Aufwertung belastete daraufhin die exportorientierten Aktien. In Asien wurden die positiven Aspekte zudem durch fortgesetzte Gewinnmitnahmen bei Technologieaktien überlagert.
Am europäischen Handelstag stehen zahlreiche Einkaufsmanagerindizes aus verschiedenen Ländern auf der Agenda, die Aufschluss über die konjunkturelle Verfassung in der Eurozone und den USA geben sollen. Aus Deutschland waren bereits die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht worden: Sie sanken um 1,1 Prozent und fielen damit deutlicher aus als erwartet, wo ein Minus von 0,4 Prozent prognostiziert worden war. Am Abend folgen Quartalszahlen des Unternehmens Palantir.
An den Devisenmärkten zeigte sich der Euro am Montagmorgen etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1525 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8677 Euro zu haben.
Gold profitierte von der Marktentwicklung: Eine Feinunze wurde am Morgen für 4.055 US-Dollar gehandelt, ein Anstieg von 0,3 Prozent. Das entspricht einem Preis von 113,12 Euro pro Gramm.
Deutlich unter Druck stand dagegen Rohöl. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 83,39 US-Dollar – das waren 454 Cent oder 5,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Autor: dts Nachrichtenagentur