Deutlich mehr Notfallpatienten in deutschen Krankenhäusern

via dts Nachrichtenagentur

Die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser sind in den letzten zehn Jahren deutlich stärker belastet worden. Die Zahl ambulanter Notfallbehandlungen ist durchschnittlich um 8,7 Prozent gestiegen, wie der am Dienstag veröffentlichte Krankenhausreport der Barmer zeigt.

In jedem zehnten Krankenhaus hat sich die Anzahl der Behandlungen sogar verdoppelt. In weiteren zehn Prozent der Einrichtungen verzeichnete sich ein Anstieg um etwa die Hälfte. Die bundesweiten Fallzahlen stiegen zwischen 2015 und 2024 von 12,3 auf 12,7 Millionen an.

Allerdings ist die Belastung regional sehr unterschiedlich verteilt. Während die Fallzahl in zwei von fünf Krankenhäusern um 39 Prozent gestiegen ist, sank sie in weiteren zwei von fünf Einrichtungen um 26 Prozent. In Baden-Württemberg behandeln Krankenhäuser 50 Prozent mehr ambulante Notfälle als im Bundesdurchschnitt, während Thüringens Kliniken knapp 22 Prozent unter dem Mittelwert liegen.

Regional zeigen sich große Unterschiede auch bei der Entwicklung zwischen 2015 und 2024. In Bremen und Berlin sank die Inanspruchnahme ambulanter Notfallbehandlungen um 15 beziehungsweise 14,6 Prozent, während sie in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz um 18,7 und 19,9 Prozent stieg.

Barmer-Chef Christoph Straub warnt vor den Folgen dieser Entwicklung: Die Überlastung der Notaufnahmen durch nicht dringliche Notfälle gefährde die Patientenversorgung. Er fordert eine verpflichtende telefonische Ersteinschätzung mit digitaler Unterstützung und verbindlicher Steuerung in die richtige Versorgungsebene, einschließlich Terminvergabe.

Dieser Bericht wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz aus offiziellen Quellen erstellt und redaktionell geprüft.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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