Deutschland: Lebenserwartung erreicht neue Rekordwerte

via dts Nachrichtenagentur

Die Deutschen leben länger denn je. Im Jahr 2025 ist die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt für Frauen auf 83,6 Jahre und für Männer auf 79,1 Jahre gestiegen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte. Beide Geschlechter erreichen damit neue Höchstwerte.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von knapp zwei Monaten bei Frauen und etwa drei Monaten bei Männern. Die Erholung nach der Coronapandemie zeigt sich besonders deutlich im Vergleich zu 2022: Frauen haben seitdem statistisch etwa neun Monate hinzugewonnen, Männer sogar über ein Jahr – konkret fast 13 Monate.

Auch ältere Menschen profitieren vom Trend steigender Lebenserwartung. Bei Frauen im Alter von 65 Jahren stieg die noch verbleibende Lebenserwartung um etwa einen Monat auf 21,2 Jahre, was einem durchschnittlichen Lebensalter von 86,2 Jahren entspricht. Bei 65-jährigen Männern nahm die verbleibende Lebenserwartung um ungefähr zwei Monate zu und beträgt nun 18,2 weitere Jahre – das entspricht einem durchschnittlichen Alter von 83,2 Jahren. Damit erreichen die Männer in dieser Altersgruppe erstmals ebenfalls einen Höchstwert. Allerdings lag die Lebenserwartung für 65-jährige Frauen im Jahr 2019, vor Beginn der Coronapandemie, mit 21,3 Jahren beziehungsweise 86,3 Jahren noch leicht höher.

Zwischen den Bundesländern zeigen sich erhebliche Unterschiede. Im Dreijahreszeitraum 2023/2025 verzeichnet Baden-Württemberg die höchsten Werte: Frauen erreichen dort durchschnittlich 84,4 Jahre, Männer 80,3 Jahre. Baden-Württemberg hält diese Spitzenposition bereits seit längerem. Am unteren Ende der Spanne liegen Frauen im Saarland mit 82,0 Jahren und Männer in Sachsen-Anhalt mit 76,4 Jahren.

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern fallen regional unterschiedlich aus. Am größten ist die Differenz zugunsten der Frauen in Mecklenburg-Vorpommern mit über sechs Jahren. Am geringsten fällt der Abstand in Baden-Württemberg und im Saarland aus – dort beträgt die Differenz knapp über vier Jahre.

Autor: dts Nachrichtenagentur

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