Der Gemeinderat hat am 30. Juni 2020 einen Sachstandsbericht zur Vorbereitung des neuen Stadtteils Dietenbach zur Kenntnis genommen. Die Informationsvorlage dokumentiert den aktuellen Stand der Erschließungsvorbereitung und des Rahmenplans.
Der Gemeinderat hatte 2018 eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (ein Verfahren zur planmäßigen Stadtentwicklung) beschlossen. Nach einem Bürgerentscheid 2019, bei dem sich über 60 Prozent der Abstimmenden für den Stadtteil aussprachen, wurde ein Planungsteam aus drei Architekturbüros mit der Rahmenplanung beauftragt. Diese soll die Grundlage für verbindliche Bebauungspläne bilden.
Die Verwaltung führt derzeit umfangreiche Vorbereitungen durch. So wurden Verträge für die Verlegung von Hochspannungsleitungen und Gasleitungen abgeschlossen. Für die Entwässerung und den hochwasserfreien Ausbau des Dietenbachs laufen Planungen. Ein Energiekonzept soll Klimaneutralität absichern – mit Solarenergie und einem Nahwärmenetz. Die Stadt arbeitet mit Nachbargemeinden bei Grundwasser- und Hochwasserschutz ab.
Der Rahmenplan berücksichtigt zahlreiche Anforderungen: bezahlbaren Wohnraum mit 50 Prozent geförderten Mietwohnungen, barrierefreie Gestaltung, Schulen, Kitas, Pflegeheim und Sportanlagen. Untersucht werden auch Lärmbelastung, Frischluftaustausch und die Vermeidung von Wärmeinseleffekten.
Wirtschaftlich soll das Projekt über Grundstückverkäufe und Fördermittel refinanziert werden. Der Wettbewerbsentwurf sieht etwa 6.500 Wohneinheiten auf 60 Hektar vor. Der Erhalt von Teilen des Langmattenwäldchens führte zu Anpassungen im Plan. Auch der geplante Verlauf der Stadtbahn durch das Waldstück wurde berücksichtigt.
Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg