Freiburg unterstützt Kultur- und Kreativwirtschaft gezielt

Der Gemeinderat hat sich mit einem Bericht zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Freiburg befasst. Die Vorlage (Informationsvorlage: ein Dokument zur Unterrichtung des Rats ohne Abstimmung) entstand auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN vom September 2019.

Nach Definition der Wirtschaftsministerkonferenz zählen zur Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) Bereiche wie Buch-, Film-, Musik-, Werbe- und Architekturwirtschaft sowie Software und Games. In Freiburg sind etwa 10,6 Prozent aller Unternehmen in diesen Branchen tätig. Der Stadtkreis Freiburg beschäftigt mindestens 6.000 Menschen in der KKW, die Region etwa 9.600. Der Umsatz liegt bei rund 1,1 Milliarden Euro.

Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) unterstützt diese Branche durch verschiedene Maßnahmen. 2017 richtete die FWTM eine 0,8-Personalstelle in der Wirtschaftsförderung ein, finanziert aus Eigenmitteln ohne zusätzliche städtische Mittel. Schwerpunkte sind Räume, Beratung, Vernetzung und Sichtbarkeit.

Konkrete Aktivitäten umfassen eine Kooperation mit der Landesanstalt Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg für Beratung und Fördermittelberatung. Seit 2018 gibt es die Homepage www.kreativwirtschaft-freiburg.de. Die FWTM platziert Start-ups auf regionalen und überregionalen Messen und organisiert Kooperationsprojekte wie Pop-up-Stores und Barcamps.

Für die Zukunft plant die FWTM eine Bestandaufnahme der Software- und Games-Industrie in Freiburg. Eine Kooperation mit der Fakultät Digitale Medien der Hochschule Furtwangen soll Fachkräfte und Gründer anwerben. Zusammen mit dem DIGIHUB Südbaden entwickelt die FWTM ein neues Veranstaltungsformat für Vernetzung.

Sabine Bauer, Politikredaktion Baden-Württemberg