Dramatische Dürresituation in Thüringen: Weite Teile extrem trocken

Thüringen erlebt eine dramatische Dürreperiode: Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für weite Teile des Bundeslandes eine kritische Bodentrockenheit. Besonders alarmierend sind die dunkelroten Flächen, die auf außergewöhnliche Dürre hindeuten und große Bereiche des Landes erfassen.

Aktuelle Dürrekarte Thüringen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Thüringen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders schwer betroffen sind die westlichen und südwestlichen Regionen Thüringens sowie der äußerste Osten des Bundeslandes. Hier herrscht laut Soil Moisture Index eine außergewöhnliche Dürre vor, erkennbar an den dunkelroten Markierungen auf der Karte. Die zentralen Bereiche um Erfurt und Weimar zeigen ebenfalls kritische Werte mit schwerer bis außergewöhnlicher Dürre. Lediglich kleine Gebiete im nördlichen Thüringen weisen mit gelben Farbtönen noch moderate Bodenfeuchtewerte auf – echte Erholung ist aber nirgendwo zu erkennen.

Die Niederschläge der vergangenen Woche mit durchschnittlich 56,8 mm konnten die angespannte Situation nicht entschärfen. Auch wenn diese Regenmenge zunächst beachtlich erscheint, reicht sie nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten 9,6 mm Niederschlag werden die Dürresituation kaum verbessern – denn die oberflächlichen Regenfälle dringen nicht bis zu den Wurzelbereichen der Pflanzen vor, wo das Wasser dringend benötigt wird.

Für die Landwirtschaft bedeutet die anhaltende Trockenheit eine existenzielle Bedrohung. Kulturen wie Getreide und Raps leiden unter Wasserstress, was zu deutlichen Ertragseinbußen führen kann. Die Forstwirtschaft muss mit erhöhter Waldbrandgefahr und geschwächten Bäumen rechnen. Auch die öffentliche Wasserversorgung gerät zunehmend unter Druck, da Grundwasserreserven und Oberflächengewässer kontinuierlich sinken.

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