Deutschland zeigt sich Anfang Mai 2026 stark gespalten bei der Bodenfeuchte: Während der Norden und Westen noch überwiegend ausreichend Wasser in den Böden haben, herrscht im Süden und Osten teils extreme Dürre. Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 8. Mai verdeutlicht eine besorgniserregende Entwicklung in weiten Teilen der Republik.

Besonders dramatisch ist die Situation in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Teilen von Thüringen. Dort zeigen sich großflächig dunkelrote bis schwarze Bereiche, die für außergewöhnliche Dürre stehen. Bayern trifft es dabei am härtesten – hier erstrecken sich die trockensten Zonen vom Alpenvorland bis in die nördlichen Regionen. Auch in Ostdeutschland, besonders rund um Berlin und in weiten Teilen Brandenburgs, ist die Bodentrockenheit extrem ausgeprägt.
Deutlich entspannter zeigt sich die Lage in Schleswig-Holstein, wo noch überwiegend gelbe bis orangene Farbtöne für moderate bis mäßige Trockenheit stehen. Auch Teile von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen weisen noch bessere Bodenfeuchtewerte auf, während der äußerste Norden vereinzelt sogar noch ausreichend feuchte Böden zeigt.
Die Niederschläge der vergangenen Woche zeigen ein uneinheitliches Bild: Während Sachsen mit 62,9 mm und Sachsen-Anhalt mit 40,5 mm vergleichsweise viel Regen erhielten, blieb Schleswig-Holstein mit nur 2,2 mm praktisch trocken. Bayern, das besonders unter Dürre leidet, bekam mit 6,4 mm ebenfalls viel zu wenig Niederschlag. An der aktuellen Dürresituation ändern auch die für die kommenden Tage prognostizierten Regenfälle wenig – denn die erwarteten 9,6 mm deutschlandweit reichen bei weitem nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten.
Für die Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung erhebliche Probleme: Besonders die Frühjahrsaussaat und das Wachstum von Wintergetreide sind in den betroffenen Gebieten gefährdet. Wasserversorger müssen bereits jetzt mit erhöhtem Bedarf rechnen, während Wälder und Wiesen unter Trockenstress leiden. Die Waldbrandgefahr steigt in den roten Zonen deutlich an.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Alarmierende Dürre in Ost-Niedersachsen: Extreme Trockenheit trotz leichter Niederschläge
- Baden-Württemberg: Schwere Dürre im Süden – Bodenfeuchtigkeit dramatisch niedrig
- Brandenburg: Extreme Dürre im Osten – Nordwesten zeigt sich deutlich feuchter
- Dramatische Dürresituation in Thüringen: Weite Teile extrem trocken
- Dürre-Alarm in Osthessen: Schwere Trockenheit trotz Frühlingsregen im Mai 2026
- Dürre-Entwarnung für Bremen: Bodenfeuchtesituation entspannt sich im Mai 2026
- Extreme Dürre im Berliner Umland – Mai 2026 bringt wenig Entspannung
- Extreme Dürre im Osten: NRW zeigt dramatische Unterschiede bei Bodenfeuchtigkeit
- Extreme Dürre in Mecklenburg-Vorpommern: Besonders Osten und Nordküste betroffen – 10. Mai 2026
- Extreme Dürre in Ostbayern – Süden und Osten besonders betroffen (10.05.2026)
- Hamburg zeigt normale Bodenfeuchtewerte – Osten Schleswig-Holsteins von Trockenheit betroffen
- Rheinland-Pfalz: Teils extreme Dürre im Mai 2026 – Norden und Süden besonders betroffen
- Saarland: Extreme Dürre in weiten Teilen – UFZ-Monitor zeigt alarmierende Werte
- Sachsen kämpft mit extremer Dürre – Nur kleine Gebiete zeigen Entspannung am 8. Mai 2026
- Sachsen-Anhalt kämpft mit anhaltender Dürre – Süden besonders betroffen (8. Mai 2026)
- Schleswig-Holstein: Starke Ost-West-Gefälle bei der Bodentrockenheit – 10. Mai 2026