Ein Fall von fahrlässiger Tierquälerei beschäftigt die Thüringer Polizei: Am Dienstagnachmittag meldeten Zeugen der Polizei Pößneck, dass drei Hunde in einem verschlossenen Auto auf dem Parkplatz eines Supermarktes im Malmsgelänge eingesperrt waren. Die Tiere bellten, die Fenster des Wagens waren geschlossen, das Fahrzeug stand in der prallen Sonne.
Gegen 14:30 Uhr reagierten die Zeugen auf die Notlage der Hunde und verständigten die Polizei. Doch noch bevor die eingesetzten Polizeibeamten am Parkplatz eintrafen, erschienen die mutmaßlichen Hundehalter. Statt auf die Vorwürfe zu reagieren oder auf die anrollende Polizei zu warten, verließen sie mit dem Fahrzeug den Parkplatz – trotz Konfrontation durch die Zeugen und des klaren Hinweises, dass die Polizei bereits unterwegs sei.
Das Kennzeichen des Pkw ist der Polizei bekannt. Die Beamten haben Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet und werden versuchen, die Hundehalter zu identifizieren.
Die Thüringer Polizei nutzt den Vorfall für einen Appell an alle Autofahrer: Bei sommerlichen Temperaturen dürfen weder Kinder noch Tiere oder hilfsbedürftige Personen in Fahrzeugen zurückgelassen werden. Schon nach kurzer Zeit können sich Fahrzeuginnenräume auf lebensgefährliche Temperaturen aufheizen – selbst wenn das Auto nur wenige Minuten abgestellt wird. Wer eine solche Situation beobachtet, sollte sofort die Polizei informieren oder eine Durchsage im Supermarkt veranlassen. Im besten Fall sollte die Situation fotografiert oder gefilmt werden, um bei Ermittlungen als Beweismittel zu dienen.
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