Ein 74-jähriger Mann aus dem Hammer Bezirk Herringen ist Opfer einer perfiden Betrugmasche geworden. Am Dienstag, 28. Juli, erhielt er einen Anruf von jemandem, der sich als Polizist ausgab. Der Betrüger erzählte ihm, dass eine Einbrecherbande gefasst worden sei und die Adresse des Seniors in deren Notizbüchern als möglicher Tatort verzeichnet stehe.
Mit dieser Lügengeschichte brachte der Anrufer den 74-Jährigen dazu zu glauben, dass ein Einbruch bei ihm bevorstehe. Um seine Wertsachen zu schützen, müsse die Polizei diese in Sicherheit bringen, behauptete der Betrüger. Kurz darauf erschien tatsächlich ein Mann in ziviler Kleidung und nahm die Wertgegenstände sowie das Bargeld des Seniors mit – angeblich zur nächsten Polizeiwache.
Erst später bemerkte der 74-Jährige, dass er betrogen worden war, und informierte die echte Polizei.
Nach Zeugenaussagen handelte es sich bei dem Betrüger um einen männlichen Täter, etwa 1,70 Meter groß und zwischen 30 und 40 Jahre alt. Er hatte ein südeuropäisches Erscheinungsbild, eine kräftige Statur, eine Glatze und einen kurzen Bart. Zur Tatzeit trug er ein graues Oberteil.
Die Polizei Hamm sucht nun nach verdächtigen Personen und Fahrzeugen, die am Dienstag zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr im Bereich der Beverstraße und Ostfeldstraße sowie in den umliegenden Straßen aufgefallen sind. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02381 916-0 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de entgegen.
Die Polizei warnt vor dieser Betrugmasche: Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über verfügbare Geldbeträge oder Wertgegenstände. Beenden Sie Gespräche sofort, wenn Sie sich unsicher sind. Im Zweifelsfall wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und informieren Sie die Polizei. Vertrauen Sie Fremden niemals Ihre Wertsachen an – die echte Polizei nimmt Geld oder Schmuck grundsätzlich nicht in Verwahrung. Sprechen Sie mit Familie, Freunden und Bekannten über solche Betrügereien, besonders ältere Menschen sollten für diese Maschen sensibilisiert werden.
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