In den vergangenen 24 Stunden rückte der Rettungsdienst in Dresden 214 Mal aus, davon 65 Mal mit Notarzt. Die Feuerwehr musste trotz Gewitterwarnungen nur zwei wetterbedingte Einsätze bewältigen, obwohl der Deutsche Wetterdienst bereits mehrere Stunden zuvor vor einem Gewitter gewarnt hatte.
Das Anrufaufkommen in der Integrierten Regionalleitstelle Dresden blieb bis zum heutigen Morgen um 6 Uhr gering. Die Feuerwehr geht jedoch davon aus, dass mit Tagesanbruch weitere sturmbedingte Schäden festgestellt und gemeldet werden, da umgestürzte Bäume, lose Äste oder weitere Gefahrenstellen erfahrungsgemäß erst bei Tageslicht erkannt werden.
Zu den konkreten wetterbedingten Einsätzen gehörte die Beseitigung von Sand, Geröll und kleinen Steinen auf der Bautzner Straße/Schillerstraße in Bühlau. Infolge des Starkregens waren die Materialien von angrenzenden Waldwegen auf die Fahrbahn gespült worden. 14 Polizistinnen und Polizisten der Feuer- und Rettungswache Striesen sowie der Stadtteilfeuerwehr Bühlau beseitigten an drei Stellen die Verschmutzungen auf etwa 50, 30 und 20 Quadratmetern. Das Material wurde mit Schaufeln und Schuttmulden entfernt, anschließend wurde die Straße mit Wasser nachgespült.
In Löbtau stürzte eine etwa zehn Meter lange und rund 30 Zentimeter starke Birke auf ein geparktes Fahrzeug an der Kesselsdorfer Straße/Deubener Straße. Sechs Polizistinnen und Polizisten der Feuer- und Rettungswache Löbtau beseitigten den Baum mit einer Motorkettensäge. Verletzt wurde niemand.
Neben den wetterbedingten Vorfällen beschäftigten weitere Einsätze die Dresdner Feuerwehr. Ein zunächst als vermisst gemeldetes Kind in der Oederaner Straße in Löbtau konnte schnell wiedergefunden werden. Die Mutter hatte Alarm geschlagen, als ihr Kind beim Spielen im Bereich der Weißeritz plötzlich verschwunden war und sie befürchtete, es könnte in der Weißeritz abgetrieben sein. Noch während die Feuerwehr anrückte, fand der Vater das Kind wohlbehalten in der Nähe des geparkten Familienfahrzeugs.
Ein Schmorbrand in einem Serverraum eines Bürogebäudes in der Riesaer Straße in Pieschen sorgte für einen längeren Einsatz. Die automatische Brandmeldeanlage hatte den Brand gemeldet, der zu erheblicher Rauchentwicklung geführt hatte. Die Rauchausbreitung blieb aufgrund der baulichen Trennung auf den betroffenen Serverraum begrenzt. Die Polizistinnen und Polizisten standen jedoch vor besonderen Herausforderungen: Weder die hinterlegten Schlüssel noch die elektronischen Schließsysteme ermöglichten den Zugang zum Brandraum. Auch ein nachgeforderter Sicherheitsdienst verfügte nicht über passende Schlüssel. Erst nach gewaltsamer Öffnung der Tür konnte ein Atemschutztrupp den Raum erkunden. Offene Flammen wurden nicht festgestellt. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten die 24 Polizistinnen und Polizisten der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau und Striesen die betroffene Elektroinstallation. Das Gebäude wurde mit einem Großlüfter entraucht. Personen kamen nicht zu Schaden.
In einer Sortierhalle eines Recyclingbetriebs in der Maxener Straße in Lockwitz brannte die Oberfläche eines etwa sechs Meter hohen Müllberges. Die Stadtteilfeuerwehr Lockwitz leitete umgehend einen Löschangriff unter Atemschutz ein. Die automatische Löschanlage des Betriebes hatte bereits ausgelöst und eine weitere Brandausbreitung wirksam verhindert. Durch gezielten Einsatz von Schwerschaum konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Parallel räumten Mitarbeiter des Unternehmens den betroffenen Bereich mit einem Bagger aus. Der Brand hatte sich ausschließlich auf die Oberfläche des Müllberges beschränkt. 68 Polizistinnen und Polizisten der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Striesen und Altstadt, des B-Dienstes, des U-Dienstes sowie der Stadtteilfeuerwehren Lockwitz und Niedersedlitz waren im Einsatz.
Ein Vegetationsbrand in der Weidentalstraße in Cotta betraf drei voneinander getrennte Brandstellen im Freiland. Insgesamt brannten etwa 20 Quadratmeter Vegetation. Sechs Polizistinnen und Polizisten der Feuer- und Rettungswache Löbtau löschten die Brände mit einem Strahlrohr und verhinderten eine weitere Ausbreitung.
Insgesamt musste die Feuerwehr Dresden zu acht Brandeinsätzen, 20 Hilfeleistungen sowie vier Einsätzen aufgrund automatischer Brandmeldeanlagen ausrücken. Zusätzlich wurden 30 qualifizierte Krankentransporte durchgeführt, der Rettungshubschrauber kam sechsmal im Leitstellenbereich zum Einsatz.