Die Feuerwehr und der Rettungsdienst Dresden hatten am 22. und 23. Juli 2026 alle Hände voll zu tun. Der Rettungsdienst wurde in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 225-mal alarmiert. In 60 dieser Einsätze war ein Notarzt erforderlich. Hinzu kamen 187 qualifizierte Krankentransporte und vier Einsätze des Rettungshubschraubers.
Die Feuerwehr Dresden verzeichnete im gleichen Zeitraum insgesamt 40 Einsätze. Darunter waren zehn Brandeinsätze, vier Alarmierungen durch automatische Brandmeldeanlagen und 26 Hilfeleistungseinsätze. Ein Verkehrsunfall mit zwei eingeschlossenen Personen im Stadtteil Mickten hatte die Wehr bereits am 22. Juli um 15:41 Uhr beschäftigt.
Am frühen Abend des 22. Juli bat die Berufsfeuerwehr Bautzen um Unterstützung: Dort bekämpften Einsatzkräfte seit mehreren Tagen den Brand eines Großakkus. Die Feuer- und Rettungswache Striesen schickte vier Einsatzkräfte mit dem Löschunterstützungsfahrzeug LUF 60 nach Bautzen. Das ferngesteuerte Kettenfahrzeug kann große Mengen Wasser als Strahl oder feinen Wassernebel abgeben und bekämpft Brände aus sicherer Entfernung. Das Spezialfahrzeug trug wesentlich zum Löscherfolg bei. Gegen 2:30 Uhr kehrten die Dresdner Einsatzkräfte zurück.
Gartenlaube brennt in voller Ausdehnung
Am 22. Juli gegen 22:26 Uhr stand eine Gartenlaube an der Salzburger Straße in Laubegast bereits in voller Ausdehnung in Flammen, als die Feuerwehr eintraf. Nach ersten Erkenntnissen befanden sich keine Personen in oder unmittelbar am Gebäude.
Die Einsatzkräfte nahmen mit drei Strahlrohren einen umfassenden Löschangriff vor. Um die Löschwirkung zu verbessern, wurde dem Löschwasser Netzmittel zugesetzt. Die Stadtteilfeuerwehr baute eine Löschwasserversorgung über eine längere Wegstrecke auf.
Bei den Nachlöscharbeiten musste die verschlossene Unterkellerung der Gartenlaube gewaltsam geöffnet werden, um weitere Glutnester auszuschließen. Während des Einsatzes klagte ein unter Atemschutz tätiger Feuerwehrmann über Kreislaufbeschwerden. Der Rettungsdienst untersuchte ihn unmittelbar – eine weitere medizinische Behandlung war nicht erforderlich.
Die Feuerwehr übergab die Brandstelle gegen 2:26 Uhr an den Eigentümer und die Polizei, die Ermittlungen zur Brandursache aufnahm. Im Einsatz waren 32 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Striesen und Altstadt, der Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz sowie der U-Dienst und der B-Dienst.
Brennendes Laub löst Alarm im Pflegeheim aus
Nur wenige Minuten nach der Alarmierung zum Laubenbrand wurde die Feuerwehr am 22. Juli um 22:32 Uhr durch die automatische Brandmeldeanlage zu einem Pflegeheim an der Löbtauer Straße in Friedrichstadt alarmiert. Eine Pflegekraft berichtete von Rauchentwicklung im Kellergeschoss.
Ein Trupp ging unter Atemschutz mit einem Strahlrohr ins Kellergeschoss vor. Die Einsatzkräfte stellten eine Verrauchung fest, fanden aber kein Feuer. Bei der weiteren Erkundung entdeckten sie an der Außenseite des Gebäudes brennendes Laub in einem Lichtschacht. Der Rauch war durch ein gekipptes Kellerfenster ins Gebäude gezogen und hatte den Rauchmelder ausgelöst.
Die Feuerwehr löschte die Flammen mit einer Kübelspritze und belüftete den Keller anschließend mit einem elektrischen Lüfter. Der betroffene Kellerbereich, angrenzende Treppenhäuser und ein Bewohnerzimmer wurden kontrolliert und messtechnisch überprüft. Es wurden keine erhöhten Schadstoffkonzentrationen festgestellt. Zur wirkungsvollen Entrauchung musste das Fenster zum Lichtschacht vollständig geöffnet werden. Der Einsatz endete gegen 23:59 Uhr. Im Einsatz waren 38 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Übigau, Löbtau und Altstadt, der Rettungswache Friedrichstadt sowie der A-Dienst.
Historischer Pkw brennt vollständig aus
In der Nacht zum 23. Juli gegen 3:58 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem brennenden Pkw an der Königsbrücker Straße in der Äußeren Neustadt alarmiert. Das Fahrzeug stand bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Beim Eintreffen befand sich ein historischer Morgan Plus im Hinterhof eines Wohngebäudes vollständig in Flammen. Das Auto war offenbar gegen eine Trennwand zwischen zwei Hinterhöfen gerollt. Das Feuer hatte bereits auf dort gelagerte Gegenstände übergegriffen, und Rauch war durch gekippte Fenster in angrenzende Wohnungen gezogen.
Ein Trupp unter Atemschutz nahm die Brandbekämpfung mit einem Strahlrohr auf. Aufgrund der Lage im Hinterhof musste eine Löschwasserversorgung über eine Strecke von rund 80 Metern aufgebaut werden. Parallel sicherten die Einsatzkräfte das Fahrzeug und kontrollierten die angrenzenden Gebäude auf Personen, Rauch und mögliche Brandausbreitung.
Um das erste Obergeschoss eines Hinterhauses zu kontrollieren, stiegen Einsatzkräfte über eine Steckleiter durch ein gekipptes Fenster ein. Dort befanden sich keine Personen, die Räume waren lediglich leicht verraucht und wurden anschließend belüftet. In einem weiteren Hinterhaus wurden alle Bewohner wohlbehalten angetroffen. Hinweise auf eine Brandausbreitung gab es nicht.
Während der Nachlöscharbeiten kam der Eigentümer des ausgebrannten Fahrzeugs aus dem Gebäude. Der Rettungsdienst untersuchte ihn, ein Transport in ein Krankenhaus war nicht erforderlich. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Einsatz endete gegen 5:26 Uhr. Im Einsatz waren 18 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Altstadt sowie der Rettungswache Neustadt.