In Landshut und den Landkreisen Kelheim sowie Dingolfing-Landau hat die Kriminalpolizei am Mittwoch knapp zehn Wohnungen durchsucht. Die Beamten vollstreckten richterliche Beschlüsse gegen Personen, die im Verdacht stehen, kinderpornographische Inhalte besessen zu haben.
In den frühen Morgenstunden durchsuchten Polizisten der Kriminalpolizeiinspektion Landshut mehrere Wohnungen im Stadtgebiet Landshut sowie in den Landkreisen Kelheim und Dingolfing-Landau. Die Verdächtigen sind zwischen 19 und 74 Jahren alt und sollen kinderpornographische Dateien über verschiedene Internetplattformen erworben und besessen haben. Die Tatverdächtigen stehen in keiner Verbindung zueinander.
Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten mehrere Mobiltelefone, Computer sowie weitere Speichermedien sicher. Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut ermittelt noch in den Fällen.
Die Polizei betont, dass Anonymität im Internet nicht vor Strafverfolgung schützt. Die Ermittlungsbehörden treffen alle möglichen Maßnahmen, um Tatverdächtige zu ermitteln und zur Verantwortung zu ziehen, die sich oft in der vermeintlichen Anonymität des Internets in Sicherheit wiegen. Vor allem soziale Netzwerke, die in erster Linie zur Kommunikation dienen, werden häufig von Nutzern zum Austausch strafbarer Inhalte verwendet.
Der Besitz und das Verbreiten von kinder- und jugendpornographischen Schriften sind schwerwiegende Tatbestände und nicht zu verharmlosen, warnt die Polizei. Mit einem Klick befindet man sich schnell in der zwielichtigen Chatgruppe, über welche regelmäßig auch strafbare Inhalte ausgetauscht werden.
Bei pädophilen Neigungen empfiehlt die Polizei, sich anonym an Hilfsorganisationen zu wenden.