Zwei 24-jährige Männer sitzen nach einer Drogenfahndung in Hamburg in Untersuchungshaft. Das Landeskriminalamt (LKA 68) hatte die Verdächtigen am Mittwoch in Hamburg-Harvestehude festgenommen, nachdem Beamte eine verdächtige Übergabe beobachtet hatten.
Den Ermittlern war aufgefallen, dass einer der Männer an der Ecke Gustav-Falke-Straße/Helene-Lange-Straße gegen 15 Uhr mutmaßlich Drogen an eine andere Person übergab. Die Fahnder griffen daraufhin zu und nahmen den offensichtlichen Verkäufer vorläufig fest. Der 24-Jährige leistete massiven Widerstand und verletzte dabei einen Polizeibeamten leicht. Bei der Kontrolle fanden die Beamten bei ihm geringe Mengen Kokain, zwei Mobiltelefone, Bargeld in dreistelliger Höhe und ein griffbereites Reizstoffsprühgerät.
Die Ermittlungen führten die Polizei schnell zu einer Wohnung in Harvestehude, in der der Verdächtige offenbar Drogen lagerte. Bei der Durchsuchung trafen die Beamten auf einen zweiten 24-jährigen Deutschen, der sich dort aufhielt. In der Wohnung stellten sie sicher: sechs Kilogramm Marihuana, rund zwei Kilogramm Ecstasy, etwa vier Kilogramm Amphetamin und 500 Gramm Haschisch. Dazu kamen rund 2500 Euro Bargeld und mehrere Mobiltelefone – ein typisches Zeichen für professionellen Drogenhandel.
Auch in den Privatwohnungen der beiden Männer in Hamburg-Hamm und Hamburg-Iserbrook führte das LKA 68 Durchsuchungen durch. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hatte dafür vorher Beschlüsse beim Amtsgericht beantragt und erhalten. Bei diesen weiteren Durchsuchungen kamen noch zusätzliche Betäubungsmittel zum Vorschein, weitere 1800 Euro Bargeld und waffenrechtlich relevante Gegenstände.
Beide 24-Jährigen wurden ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Ein Haftrichter sollte am Donnerstag entscheiden, ob gegen sie Haftbefehl erlassen wird. Dem Vorwurf des Handels mit nicht geringen Mengen Betäubungsmitteln droht eine mehrjährige Freiheitsstrafe.
Die Ermittlungen des LKA 68 dauern an.
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