Dürre-Alarm im Osten Schleswig-Holsteins – Extreme Trockenheit trotz Regenprognose

Die aktuelle Dürremonitor-Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt eine dramatisch gespaltene Bodenfeuchtesituation in Schleswig-Holstein: Während der Westen noch ausreichend Feuchtigkeit aufweist, leiden die östlichen Landesteile unter außergewöhnlicher Dürre. Besonders alarmierend sind die dunkelroten Bereiche im äußersten Osten des Bundeslandes.

Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Schleswig-Holstein (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Der UFZ Dürremonitor verdeutlicht das extreme Gefälle: Die westlichen Küstenregionen und Teile der Nordseeinseln zeigen gelbe bis weiße Bereiche und damit noch normale bis leicht trockene Bodenverhältnisse. Je weiter man nach Osten blickt, desto drastischer wird die Situation. In den östlichen Kreisen herrscht teilweise außergewöhnliche Dürre – die höchste Warnstufe des Soil Moisture Index. Diese roten und dunkelroten Gebiete erstrecken sich bis an die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche erklären die prekäre Lage: Null Millimeter Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 10,6 Grad haben die Böden weiter austrocknen lassen. An der kritischen Dürresituation im Osten wird auch der für die kommenden drei Tage prognostizierte schwache Regen von 3,2 Millimetern wenig ändern. Diese geringen Niederschlagsmengen können nur die oberste Bodenschicht anfeuchten, erreichen aber nicht die tieferen Erdschichten, wo die Pflanzen ihre Wurzeln haben.

Für die Landwirtschaft in den betroffenen östlichen Regionen bedeutet die anhaltende Trockenheit erhebliche Risiken für die Frühjahrsaussaat und das Pflanzenwachstum. Besonders Wintergetreide und frühe Sommerkulturen könnten unter Wasserstress leiden. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den dürrsten Gebieten deutlich an. Die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit in den kommenden Wochen zu einem Problem werden, wenn nicht bald ergiebige Niederschläge folgen.

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