Die Dürresituation in Thüringen bleibt kritisch: Der aktuelle UFZ Dürrenmonitor vom 9. Mai zeigt weiterhin großflächige Trockenheit mit besonders dramatischen Zuständen im Süden und Osten des Freistaats. Trotz kräftiger Regenfälle in der vergangenen Woche hat sich die Bodenfeuchte noch nicht erholt.

Besonders schwer betroffen sind die südlichen und östlichen Landesteile Thüringens, wo der Soil Moisture Index tiefrot eingefärbt ist – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Die Region um Gera und weite Teile des Altenburger Landes sowie südliche Bereiche des Landkreises Schmalkalden-Meiningen zeigen extreme Bodentrockenheit. Etwas entspannter stellt sich die Lage im Norden und Nordwesten dar, wo gelbe Bereiche auf moderate Trockenheit hinweisen. Vereinzelt finden sich dort sogar noch Gebiete mit ausreichender Bodenfeuchte.
Die ergiebigen Niederschläge der vergangenen Woche mit durchschnittlich 57 Millimetern haben die kritische Bodensituation noch nicht entspannen können. Das liegt daran, dass nach monatelanger Trockenheit die oberen Bodenschichten zunächst Wasser aufnehmen müssen, bevor es in tiefere Regionen vordringen kann. Auch die für die kommenden drei Tage erwarteten geringen Niederschlagsmengen von nur 7,6 Millimetern werden kaum ausreichen, um die Dürre nachhaltig zu lindern.
Für die Landwirtschaft bedeutet dies weiterhin erhebliche Belastungen, insbesondere bei der Frühjahrsbestellung und dem Wachstum der Winterkulturen. Waldbrandgefahr bleibt in den betroffenen Gebieten hoch, während Wasserversorger bereits präventive Maßnahmen prüfen. Die Natur kämpft mit dem Wassermangel, was sich an gestresster Vegetation und sinkenden Grundwasserpegeln zeigt.
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