Dürre-Hotspots in NRW: Extreme Trockenheit im Bergischen Land und Sauerland – 14. Mai 2026

Die Dürresituation in Nordrhein-Westfalen zeigt ein deutliches Gefälle: Während der Norden des Landes noch überwiegend normale Bodenfeuchtewerte aufweist, herrscht im südlichen NRW teilweise extreme Trockenheit. Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 12. Mai 2026 verdeutlicht die angespannte Lage besonders im Bergischen Land und im Sauerland.

Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders kritisch ist die Situation in den südöstlichen Regionen des Bundeslandes. Im Bereich des Märkischen Kreises, Teilen des Oberbergischen Kreises und angrenzenden Gebieten zeigt die Karte tiefrot eingefärbte Flächen – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre in den oberen Bodenschichten. Auch das östliche Ruhrgebiet und Teile des Rheinisch-Bergischen Kreises sind von starker bis extremer Trockenheit betroffen. Im Kontrast dazu präsentiert sich das Münsterland sowie Teile des Niederrheins deutlich entspannter mit normalen bis leicht erhöhten Bodenfeuchtewerten, erkennbar an den gelben und teilweise weißen Bereichen.

Die Niederschläge der vergangenen Woche von durchschnittlich 18,5 Millimetern konnten die angespannte Dürresituation nur oberflächlich entspannen. Bei den moderaten Temperaturen um 11 Grad war die Verdunstung zwar gering, doch die Regenmenge reicht nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Die für die kommenden drei Tage prognostizierten 6,7 Millimeter Niederschlag bei kühlen Temperaturen um 13 Grad werden die Situation kaum verbessern – für eine echte Erholung der ausgetrockneten Böden wären deutlich ergiebigere und länger anhaltende Regenfälle nötig.

Für die Landwirtschaft in den betroffenen Gebieten bedeutet die anhaltende Trockenheit erhebliche Herausforderungen. Besonders die Aussaat von Sommergetreide und das Wachstum bereits etablierter Kulturen leiden unter den trockenen Bedingungen. Landwirte im südlichen NRW müssen verstärkt auf Bewässerung setzen, was die Produktionskosten deutlich erhöht. Auch für die Forstwirtschaft im Sauerland und Bergischen Land steigt das Risiko für Waldbrände und Baumstress. Die Wasserversorger beobachten die Grundwasserstände besonders aufmerksam, da die fehlende Bodenfeuchte die natürliche Grundwasserneubildung hemmt.

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