Am Donnerstag, 19. Juni 2026, gegen 10:30 Uhr sorgte ein verdächtiger Fund in einer S-Bahn der Linie S1 am S-Bahnhof Ohlsdorf für einen Großeinsatz der Bundespolizei und Landespolizei Hamburg. Reisende entdeckten auf einer Sitzbank augenscheinlich Dynamit – drei rote Stangen, die mit Kabeln umwickelt waren.
Der Triebfahrzeugführer leitete sofort die Räumung der S-Bahn ein. Bundespolizisten sowie Beamte der Landespolizei Hamburg sperrten daraufhin den gesamten S-Bahnbereich, den U-Bahnbereich und den Bahnhofsvorplatz ab. Entschärfer der Landespolizei Hamburg rückten an und überprüften den Gegenstand. Ihre Bewertung: ungefährlich. Das Objekt wurde sichergestellt.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass äußerlich ähnliche aussehende Gegenstände als Spaßartikel im Internet frei verkäuflich sind. Um 12:13 Uhr hoben die Einsatzkräfte ihre Maßnahmen auf. Zur Auswirkungen auf den Bahnbetrieb machte die Bundespolizei keine Angaben.
Noch am selben Tag löste sich das Rätsel: Umfangreiche Videosicherungen und Videosichtungen zeigten, dass die Dynamit-Attrappe ein Bestandteil einer Kostümierung war – vermutlich von einem Junggesellenabschied. Die Gruppe verlor den Gegenstand am 19. Juni um 10:11 Uhr beim Ausstieg am S-Bahnhof Hamburg-Airport.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Der Straftatverdacht basiert auf Paragraph 126 des Strafgesetzbuches (Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten). Das Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt das Verfahren. Die Pressestelle teilte mit, dass im laufenden Ermittlungsverfahren vorerst keine weiteren Auskünfte gegeben werden können.