Einbrecher flüchtet vor Bewohnerin in Friedrichshafen – Betrunkener Autofahrer ignoriert Polizeiverbot

(Symbolbild)

Im Bodenseekreis beschäftigten mehrere Vorfälle die Polizei: In Friedrichshafen überraschte eine Bewohnerin einen Einbrecher, während in Markdorf ein betrunkener Autofahrer trotz Polizeiverbot sein Auto startete.

In der Friedrichshafener Keplerstraße brach am frühen Dienstagmorgen kurz nach 5 Uhr ein Unbekannter über ein Kellerfenster von der Prielmayerstraße her in ein Wohngebäude ein. Der Mann durchsuchte die Räume, wurde aber im Obergeschoss von einer 30-jährigen Bewohnerin überrascht. Die Frau versuchte noch, den Einbrecher festzuhalten, doch dieser konnte sich losreißen und flüchten. Nach bisherigen Erkenntnissen versuchte er zwei Rucksäcke zu stehlen, erbeutete aber lediglich einen Schlüsselbund. Das Polizeirevier Friedrichshafen bittet Zeugen, die im Bereich der Keplerstraße und der Prielmayerstraße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Tel. 07541/701-0 zu melden.

Ebenfalls in Friedrichshafen verursachte ein 67-jähriger BMW-Fahrer am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr auf einem Parkplatz in der Müllerstraße gleich zwei Verkehrsunfälle mit rund 25.000 Euro Sachschaden. Ein Zeuge beobachtete, wie der Mann zunächst beim Einfahren auf den Parkplatz gegen die Anhängerkupplung eines geparkten Opel stieß, sich verkeilte und nach langem Rangieren seine Fahrt fortsetzte. Beim anschließenden Einparken in einer anderen Lücke rammte er zudem einen danebenstehenden VW erheblich. Im Anschluss verließ der Senior die Unfallstelle, ohne sich um den Schaden zu kümmern. Aufgrund eines Zeugenhinweises und da am Unfallort ein abgerissener Nebelscheinwerfer des BMW zurückblieb, ermittelte die Polizei den 67-Jährigen schnell an seiner Wohnanschrift. Gegen ihn wird nun wegen Unfallflucht ermittelt.

In Überlingen schlug ein Unbekannter am Dienstagnachmittag zwischen 16 Uhr und 20.15 Uhr auf einem Amtsparkplatz in der Bahnhofstraße die Beifahrerscheibe eines weißen VW ein. Anschließend durchsuchte der Täter das Handschuhfach des Autos, entwendete nach ersten Erkenntnissen jedoch nichts. Der Sachschaden beträgt mehrere hundert Euro. Das Polizeirevier Überlingen bittet Zeugen, die im Tatzeitraum verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Tel. 07551/804-0 zu melden.

Eine besonders unüberlegte Aktion lieferte sich ein 58-jähriger Autofahrer am Dienstagvormittag in Markdorf und Salem. Weil er auf der Arbeit nach Alkohol roch, brachte sein Chef den Mann zunächst zum Polizeiposten nach Salem. Da ein dortiger Test bereits die Fahruntüchtigkeit bestätigte, fuhr der Chef seinen Mitarbeiter nach Hause. Das wollte der 58-Jährige offenbar nicht auf sich sitzen lassen. Er begab sich kurz darauf zum Polizeiposten nach Markdorf. Dort bat er die Polizisten erneut um einen freiwilligen Alkoholtest, um zu beweisen, dass er fahrtüchtig sei. Der Test brachte jedoch wieder die Wahrheit ans Licht und ergab weit über ein Promille. Die Markdorfer Polizisten untersagten dem Mann daraufhin strikt, sich hinter das Steuer eines Fahrzeugs zu setzen. Nur wenig später stieg er direkt vor den Augen der Polizisten in sein Auto, mit dem er offenbar selbst zur Polizei gefahren war, und fuhr los. Die Polizisten stoppten den Wagen umgehend, behielten den Führerschein des Mannes ein und veranlassten eine Blutentnahme in einem Krankenhaus. Gegen den Mann wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt.

In Meersburg verunglückte am Dienstagvormittag ein 28-jähriger Pedelec-Fahrer in der Töbelestraße mutmaßlich aufgrund seiner starken Alkoholisierung. Der Mann war mit seinem E-Mountainbike bergab unterwegs, als er alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn abkam und stürzte. Bei der Unfallaufnahme bemerkten die Polizisten deutlichen Alkoholgeruch. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet knapp drei Promille. Da sich der 28-Jährige bei dem Sturz leichte Verletzungen zuzog, wurde er vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizisten begleiteten ihn und ordneten eine Blutentnahme an. Am Pedelec entstand ein Sachschaden von rund 2.000 Euro. Auf den 28-Jährigen kommt nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr zu.

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