Die Europäische Kommission hat eine Förderung in Höhe von 76 Millionen Euro für das Münchner Start-up Quantum Diamonds genehmigt. Das Unternehmen wird damit beim Bau einer neuen Produktionsstätte für Halbleiter-Testsysteme unterstützt, wie die Brüsseler Behörde am Dienstag mitteilte.
Hinter dem Projekt verbirgt sich das Vorhaben „IPF-ATEST“, bei dem es um die Entwicklung und Herstellung fortschrittlicher Mess- und Inspektionssysteme für die Halbleiterindustrie geht. Diese Systeme arbeiten mit neuartigen Quantensensoren, die hochauflösende und dreidimensionale Inspektionen moderner Chips ermöglichen. Es wird die erste Produktionsstätte dieser Art in der gesamten EU entstehen. Die 76 Millionen Euro werden Quantum Diamonds als direkter Zuschuss ausgezahlt.
Die Fördermaßnahme steht im Einklang mit dem europäischen Chip-Gesetz und zielt darauf ab, die Position und Unabhängigkeit der EU in der Halbleiterwertschöpfungskette zu stärken. Bei ihrer Prüfung kam die Kommission zu dem Ergebnis, dass die Maßnahme die wirtschaftliche Entwicklung fördert, indem sie Produktionskapazitäten für Halbleiter-Testsysteme in Europa schafft.
Nach Ansicht der Brüsseler Behörde ist die Beihilfe „erforderlich und geeignet“, um die Widerstandskraft der europäischen Halbleiter-Lieferkette zu sichern. Darüber hinaus hätten die Investitionen „weitreichende positive Auswirkungen“ auf das europäische Halbleiter-Ökosystem und stärken die Versorgungssicherheit in Europa.
Autor: dts Nachrichtenagentur