Extreme Dürre erfasst weite Teile Deutschlands – Mai 2026 zeigt dramatische Bodenaustrocknung

Deutschland steckt in einer dramatischen Dürrekrise: Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 3. Mai 2026 zeigt eine erschreckende Ausbreitung extremer Trockenheit über weite Teile der Bundesrepublik. Besonders alarmierend ist die Situation im Osten und Südosten des Landes, wo tiefrot eingefärbte Gebiete eine außergewöhnliche Dürre signalisieren.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Am stärksten betroffen sind Brandenburg, Sachsen-Anhalt und große Teile Sachsens sowie Thüringens, wo die Böden stellenweise völlig ausgetrocknet sind. Auch Bayern zeigt in weiten Bereichen extreme Dürrewerte, während sich die kritische Lage bis nach Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz erstreckt. Lediglich im Nordwesten – in Teilen Schleswig-Holsteins, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens – zeigt die Karte noch gelbe bis orangefarbene Bereiche, die auf mäßige Trockenheit hindeuten. Wirklich feuchte Böden gibt es derzeit praktisch nirgendwo in Deutschland.

Die dramatische Bodentrockenheit spiegelt sich auch in den Niederschlagsdaten wider: In den vergangenen sieben Tagen fielen bundesweit nur 1,3 Millimeter Regen – ein verschwindend geringer Wert für Anfang Mai. Besonders dramatisch ist die Lage in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Sachsen, wo überhaupt kein Niederschlag gemessen wurde. Hoffnung machen die Wetterprognosen für die kommenden drei Tage: Mit 15,7 Millimetern Niederschlag im Bundesdurchschnitt könnte endlich Entspannung kommen. Vor allem Thüringen (36,8 mm), Sachsen-Anhalt (30,7 mm) und Sachsen (27,5 mm) erwarten erhebliche Regenmengen. Doch an der aktuellen Dürresituation wird auch dieser Regen zunächst wenig ändern – die Böden sind so stark ausgetrocknet, dass es Wochen dauern kann, bis die tieferen Erdschichten wieder ausreichend Feuchtigkeit aufnehmen.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese extreme Trockenheit eine existenzielle Bedrohung: Aussaaten leiden unter der fehlenden Bodenfeuchtigkeit, Wachstumsprozesse kommen zum Erliegen. Auch die Wasserversorgung gerät unter Druck, da Grundwasserspiegel sinken und Oberflächengewässer austrocknen. Wälder zeigen bereits Stresssymptome, was die Waldbrandgefahr erheblich erhöht. Besonders besorgniserregend ist, dass sich die Dürre in den typischerweise wasserreichen Regionen Ostdeutschlands so stark manifestiert.

Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.

Dürreberichte nach Bundesland