Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für den 8. Mai 2026 eine dramatische Situation in Brandenburg: Weite Teile des Berliner Umlandes sind von extremer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen, während Berlin selbst noch moderate Bodenfeuchteverhältnisse aufweist.

Besonders kritisch ist die Lage in den östlichen und südlichen Regionen Brandenburgs, wo die Karte tiefrote Bereiche zeigt – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre nach dem Soil Moisture Index (SMI). Im nördlichen Brandenburg herrschen ebenfalls besorgniserregende Bedingungen mit starker bis extremer Dürre. Lediglich im Westen Brandenburgs und in Berlin sind noch gelbe Bereiche zu erkennen, die auf mäßig trockene Verhältnisse hindeuten.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen zwar 19,7 Millimeter Niederschlag für Berlin – ein durchaus beachtlicher Wert. Doch diese kurzfristigen Regenfälle können die tieferliegenden Bodenschichten kaum erreichen und die monatelange Trockenheit nicht ausgleichen. Auch die prognostizierten 9 Millimeter Regen in den kommenden drei Tagen werden an der kritischen Dürresituation im Umland wenig ändern, da solche Mengen nur die obersten Zentimeter des Bodens befeuchten.
Für die Landwirtschaft in Brandenburg bedeutet dies erhebliche Herausforderungen beim Anbau und der Bewässerung. Waldbrände bleiben ein hohes Risiko, und die Grundwasserstände dürften weiter sinken. Die Wasserversorger müssen mit erhöhter Nachfrage und sinkenden Reserven rechnen, während Flüsse und Seen bereits niedrige Wasserstände aufweisen.
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