Bayern leidet unter einer dramatischen Dürresituation: Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für den 8. Mai 2026 großflächige extreme bis außergewöhnliche Trockenheit im Osten und Süden des Freistaats. Nur wenige Regionen im Westen weisen noch ausreichende Bodenfeuchte auf.

Besonders dramatisch ist die Lage in Niederbayern, der Oberpfalz und Oberbayern, wo sich dunkelrote Flächen ausbreiten – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Auch weite Teile Oberfrankens und Mittelfrankens sind stark betroffen. Lediglich im westlichen Unterfranken und vereinzelt in Schwaben zeigen sich noch gelbe Bereiche mit moderater Bodenfeuchte. Diese Nord-Süd- und West-Ost-Verteilung macht das Ausmaß der Trockenheit deutlich sichtbar.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken das Problem: Mit nur 6,4 Millimeter Niederschlag und Höchsttemperaturen von 24,6 Grad konnte sich die Bodenfeuchtesituation nicht erholen. Auch die für die nächsten drei Tage erwarteten 8,2 Millimeter Regen werden an der kritischen Lage kaum etwas ändern – denn nach monatelanger Trockenheit reichen diese geringen Mengen nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu durchfeuchten. Das Wasser verdunstet größtenteils an der Oberfläche oder versickert nur oberflächlich.
Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Landwirte kämpfen mit Ernteausfällen, besonders bei Getreide und Futterpflanzen. Wälder zeigen Stressanzeichen, und in betroffenen Gemeinden steigt der Druck auf die Wasserversorgung. Naturschutzgebiete leiden unter dem Wassermangel, und die Waldbrandgefahr erreicht kritische Werte.
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