Extreme Dürre in Niedersachsen: Ostregionen besonders stark betroffen – 2. Mai 2026

Die Dürresituation in Niedersachsen hat sich dramatisch verschärft. Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 2. Mai 2026 zeigt extreme Trockenheit in weiten Teilen des Bundeslandes, wobei die östlichen Regionen besonders schwer betroffen sind. Während der Nordwesten noch moderate Feuchtewerte aufweist, herrscht im Osten teilweise außergewöhnliche Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Niedersachsen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders kritisch ist die Lage in den östlichen Landesteilen um das Wendland und die angrenzenden Gebiete zu Mecklenburg-Vorpommern. Hier zeigt der Soil Moisture Index (SMI) tiefste Rotfärbungen, die auf außergewöhnliche Dürrebedingungen hinweisen. Auch die zentralen Bereiche um Hannover und südliche Regionen sind stark von der Trockenheit betroffen. Lediglich in den nordwestlichen Küstenregionen und Teilen der Wesermarsch zeigen sich noch gelbe bis teilweise grünliche Farbtöne, die auf ausreichende Bodenfeuchte hindeuten.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verdeutlichen das Problem: Mit nur 0,4 Millimetern Niederschlag in sieben Tagen blieb der dringend benötigte Regen praktisch vollständig aus. Gleichzeitig trieben Temperaturen von bis zu 26,5°C die Verdunstung weiter an. Der für die nächsten drei Tage angekündigte Regen von 11,2 Millimetern wird zwar Erleichterung bringen, doch an der tiefgreifenden Dürresituation in den Böden kann er wenig ändern. Denn die oberflächlichen Niederschläge reichen nicht aus, um die ausgetrockneten tieferen Bodenschichten wieder aufzufüllen – dafür wären wochenlang ergiebige Regenfälle nötig.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese Situation eine ernste Bedrohung. Besonders betroffen sind die Ackerbauregionen im Osten Niedersachsens, wo Getreide und andere Feldfrüchte unter dem Wassermangel leiden. Auch die Wälder zeigen bereits Stresssymptome, und die Waldbrandgefahr steigt kontinuierlich an. Für die Wasserversorgung könnten bei anhaltender Trockenheit weitere Einschränkungen notwendig werden, insbesondere in den stark betroffenen östlichen Gebieten.

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