Die Dürresituation in Niedersachsen verschärft sich dramatisch: Während im Westen des Landes noch ausreichend Bodenfeuchtigkeit vorhanden ist, zeigt der UFZ Dürremonitor für den 20. April 2026 extreme Dürrebedingungen in weiten Teilen Ost-Niedersachsens. Besonders betroffen sind die Regionen um Göttingen, Salzgitter und das südöstliche Harzvorland.

Die Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums verdeutlicht die dramatischen regionalen Unterschiede: Während die westlichen Landesteile um Osnabrück und Emsland noch gelbe bis beige Färbungen und damit moderate Bodenfeuchtewerte aufweisen, dominieren im Osten tiefrot eingefärbte Bereiche. Diese signalisieren außergewöhnliche Dürre mit kritisch niedrigen Bodenfeuchtigkeitswerten. Die Küstenregionen und der äußerste Nordwesten zeigen dagegen noch gelbe Bereiche mit ausreichender Bodenfeuchte.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die Sorge um die Dürreentwicklung: Mit nur 11,4 Millimetern Niederschlag in sieben Tagen erhielten die Böden viel zu wenig Wasser. Besonders problematisch ist die Wettervorhersage für die kommenden drei Tage: Es wird kein Niederschlag erwartet, während die Temperaturen bis auf 15,6 Grad steigen. An der kritischen Dürresituation in Ost-Niedersachsen wird auch die für die nächsten Tage prognostizierte Trockenheit nichts ändern – denn die bereits ausgetrockneten tieferen Bodenschichten benötigen ergiebige und langanhaltende Niederschläge über Wochen, um sich wieder zu erholen.
Für die Landwirtschaft in den betroffenen Regionen bedeutet dies erhebliche Herausforderungen: Winterkulturen leiden unter Wassermangel, und die Aussaat von Sommerkulturen wird zunehmend problematisch. Auch die Wasserversorgung könnte in den stark betroffenen Gebieten unter Druck geraten, wenn sich die Dürre weiter verschärft. Wälder und Grünflächen zeigen bereits deutliche Stressanzeichen, was auch das Waldbrandrisiko erhöht.
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