Extreme Dürre in Ostbayern: Alpennähe besonders betroffen – 28. April 2026

Bayern zeigt sich am 26. April 2026 gespalten: Während Teile Nordwestbayerns noch moderate Bodenfeuchtewerte aufweisen, herrscht in weiten Gebieten Ostbayerns eine extreme Dürresituation. Besonders dramatisch ist die Lage im Alpenvorland und in den östlichen Grenzregionen zu Österreich, wo der UFZ-Dürremonitor außergewöhnliche Trockenheit anzeigt.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die dunkelroten Bereiche konzentrieren sich vor allem auf das südöstliche Bayern – von der Region um Rosenheim über das Berchtesgadener Land bis hin zu Teilen der Oberpfalz. Hier zeigt der Soil Moisture Index (SMI) kritische Werte an. Auch das mittlere Bayern weist größtenteils orange bis rote Färbung auf, was auf deutliche bis schwere Dürre hinweist. Lediglich in Nordbayern, etwa in Teilen Unterfrankens und der nördlichen Oberpfalz, sind noch gelbe bis hellere Bereiche zu erkennen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken das besorgniserregende Bild: Mit null Millimetern Niederschlag in den letzten sieben Tagen und Höchsttemperaturen von 19,4 Grad konnte sich die Bodenfeuchtesituation nicht entspannen. Die Wettervorhersage bringt auch für die kommenden drei Tage keine Entwarnung – erneut ist kein Niederschlag zu erwarten, bei Höchsttemperaturen von über 20 Grad. Diese anhaltende Trockenheit verschärft die bereits angespannte Situation der Böden zusätzlich.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung erhebliche Herausforderungen, insbesondere für die Aussaat und das Wachstum der Sommerkulturen. In den stark betroffenen Gebieten Ostbayerns könnten Bewässerungsmaßnahmen notwendig werden. Die Forstwirtschaft muss mit erhöhter Waldbrandgefahr rechnen, während die Wasserversorger möglicherweise bereits erste Vorsorgemaßnahmen treffen. Auch für die Natur bedeutet die anhaltende Trockenheit Stress – Bäume und andere Pflanzen leiden unter dem Wassermangel in tieferen Bodenschichten.

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