Weite Teile Thüringens leiden unter extremer Dürre. Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 7. Mai zeigt, dass besonders der Westen und Süden des Freistaats von außergewöhnlicher Trockenheit betroffen sind. Nur vereinzelte Gebiete im Zentrum weisen noch ausreichende Bodenfeuchtigkeit auf.

Besonders dramatisch stellt sich die Lage im westlichen Thüringen dar, wo großflächig die dunkelroten Bereiche des Soil Moisture Index extreme Dürre anzeigen. Auch der Süden des Bundeslandes ist stark betroffen. Lediglich in zentralen Gebieten um Erfurt und Weimar zeigt die Karte noch gelbe bis hellere Bereiche, die auf moderate Bodenfeuchtigkeit hindeuten. Die östlichen Regionen um Gera befinden sich ebenfalls im kritischen roten Bereich.
Die Niederschläge der vergangenen Woche mit durchschnittlich 56,8 mm brachten zwar kurzfristig Entspannung an der Oberfläche, konnten aber die tieferliegenden Bodenschichten noch nicht ausreichend durchfeuchten. Bei den erwarteten geringen Niederschlägen von nur 11,4 mm in den kommenden drei Tagen wird sich die Dürresituation kaum entspannen. Die moderate Temperaturen um 18°C werden die Verdunstung zwar nicht zusätzlich anheizen, eine schnelle Erholung der Böden ist jedoch nicht zu erwarten.
Für die Landwirtschaft bedeutet die anhaltende Dürre erhebliche Herausforderungen bei der Frühjahrsbestellung und dem Pflanzenwachstum. Auch die Waldbrandgefahr bleibt in den betroffenen Gebieten erhöht. Wasserversorger müssen mit sinkenden Grundwasserpegeln rechnen, sollte die Trockenheit anhalten.
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