Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt ein drastisches Bild: Während große Teile Süd- und Ostdeutschlands unter außergewöhnlicher Dürre leiden, erholt sich der Nordwesten langsam. Besonders dramatisch ist die Situation in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen, wo tiefrot eingefärbte Gebiete eine extreme Bodenaustrocknung anzeigen.

Der UFZ Dürremonitor verdeutlicht die ungleiche Verteilung der Bodenfeuchte: Bayern und Baden-Württemberg sind nahezu flächendeckend von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre betroffen, erkennbar an den dunkelroten und roten Farbmarkierungen. Auch in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zeigen sich großflächige Dürregebiete. Im deutlichen Kontrast dazu stehen Schleswig-Holstein und Teile Niedersachsens, wo gelbe bis weiße Farbtöne auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit hindeuten.
Die Niederschläge der vergangenen Woche zeigen das Problem deutlich: Während Bayern nur 6,4 mm Regen erhielt und auch Baden-Württemberg mit 20,9 mm unter dem Durchschnitt blieb, bekamen Sachsen (63,1 mm) und Thüringen (56,8 mm) deutlich mehr Niederschlag. Paradoxerweise leiden diese Regionen trotzdem unter Dürre – ein Zeichen für das massive Wasserdefizit im Boden. Die angekündigten Regenfälle der kommenden drei Tage werden an der kritischen Situation wenig ändern: Die erwarteten 7,5 mm im Bundesdurchschnitt reichen bei weitem nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu durchfeuchten, die für die Wasserversorgung der Vegetation entscheidend sind.
Für die Landwirtschaft bedeutet diese Situation erheblichen Stress: Wintersaaten und Feldkulturen leiden unter Wassermangel, was bereits jetzt Ernteausfälle befürchten lässt. Besonders betroffen sind die landwirtschaftlichen Kernregionen in Bayern und Baden-Württemberg. Die Forstwirtschaft kämpft erneut mit geschwächten Bäumen, die anfälliger für Schädlinge und Waldbrände werden. Wasserversorger in den betroffenen Gebieten müssen bereits jetzt ihre Reserven im Blick behalten.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Baden-Württemberg: Schwere Dürreschäden im Süden – Bodenfeuchte weiterhin kritisch
- Brandenburg und Sachsen-Anhalt leiden unter schwerer Dürre – Berlin zeigt gemischtes Bild
- Brandenburg: Schwere Dürre erfasst große Teile des Landes – Besonders Süden betroffen
- Bremen zeigt sich feucht während Dürre-Hotspots in Ostdeutschland entstehen – Mai 2026
- Dürre-Alarm in Ostholstein: Extreme Trockenheit breitet sich in Schleswig-Holstein aus
- Extreme Dürre in Bayern: Süden und Osten besonders betroffen – 9. Mai 2026
- Extreme Dürre in Ostwestfalen und Ruhrgebiet – NRW-Böden weiter unter Stress
- Extreme Dürre in Südost-Niedersachsen – UFZ warnt vor kritischer Bodentrockenheit
- Extreme Dürre in weiten Teilen Thüringens – UFZ-Monitor zeigt besorgniserregende Lage
- Hamburg: Moderate Dürre trotz leichter Niederschläge – Ostregionen besonders betroffen
- Hessen: Extreme Dürre im Osten – Bodenfeuchte regional stark unterschiedlich (9. Mai 2026)
- Mecklenburg-Vorpommern: Extreme Dürre erfasst weite Teile des Bundeslandes – 7. Mai 2026
- Rheinland-Pfalz: Schwere Dürre im Zentrum trotz geringer Niederschläge – 9. Mai 2026
- Saarland: Dürre verschärft sich in mittleren Regionen – Mai 2026
- Sachsen-Anhalt: Schwere Dürre im Süden trotz Regenfällen – UFZ warnt vor anhaltender Trockenheit
- Sachsen: Schwere Dürre dominiert trotz Regenfällen – 7. Mai 2026