Ein Autofahrer hat auf der A4 bei Dortmund nach einer Fehlbetankung den Kraftstoff seines Wagens direkt in einen Straßengully ablaufen lassen. Der Mann schlug mit einem Schraubendreher ein Loch in den Tank und verursachte damit eine Gewässerverunreinigung.
Gegen 22:20 Uhr blieb der Pkw auf der A4 Richtung Olpe liegen. Der Beifahrer hatte zuvor an einer Tankstelle versehentlich Benzin statt Diesel getankt. Nach etwa zwei Kilometern Fahrt gab das Fahrzeug den Geist auf.
Anstatt professionelle Hilfe zu rufen, entschied sich der Fahrer für eine folgenschwere Eigenregie: Mit einem Schraubendreher schlug er ein Loch in den unteren Bereich des Kraftstofftanks. Das falsch getankte Benzin sollte direkt in einen Gully am Fahrbahnrand ablaufen. Während der Beifahrer losfuhr, um Silikon zum provisorischen Abdichten des Lochs zu besorgen, wartete der Fahrer mit zwei bereits frisch gefüllten Kanistern Diesel am Auto.
Polizei, Feuerwehr und Autobahnmeisterei beendeten das improvisierte Tankmanagement vor Ort sofort und leiteten Maßnahmen ein, um eine weitere Ausbreitung des Kraftstoffs im Kanalsystem und damit schwerere Umweltschäden zu verhindern.
Für den Autofahrer hat dieser Rettungsversuch nun weitreichende rechtliche und finanzielle Konsequenzen: Die Polizei ermittelt gegen ihn wegen Gewässerverunreinigung. Da der Mann keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde noch vor Ort eine Sicherheitsleistung erhoben. Neben den Kosten für Abschleppdienst und fachgerechte Reparatur des zerstörten Tanks kommen auch die Einsatzkosten von Polizei, Feuerwehr und Autobahnmeisterei auf ihn zu.
Die Polizei warnt eindringlich: Nicht jede vermeintlich kreative Handwerkerlösung spart Geld – im Gegenteil, Umweltdelikte dieser Art führen zu massiven Kosten und strafrechtlichen Konsequenzen.