Falsche Polizeibeamte rufen in Heiligenhafen und Großenbrode an – Alle Betrugsversuche scheitern

(Symbolbild)

Am Sonntag kam es im Raum Heiligenhafen und Großenbrode zu mehreren Betrugsversuchen durch falsche Polizeibeamte. Alle Angerufenen erkannten die Masche und legten sofort auf – niemand erlitt einen finanziellen Schaden.

Die Betrüger meldeten sich um die Mittagszeit mit verschiedenen Varianten: „Guten Tag, ich bin Polizeihauptkommissar Gutsch mit der Dienstausweisnummer 33611, zuständig für Bandenkriminalität“ oder „Ich bin ein Polizist bei der Polizei in Großenbrode“. In einem weiteren Fall rief ein falscher Polizist namens Seidel bei einer älteren Dame an und behauptete, in der Nachbarschaft sei eingebrochen worden. Er wollte wissen, ob sie Bargeld oder Wertgegenstände zu Hause habe.

Weil alle Angerufenen den Betrug sofort erkannten und auflegten, entstand kein Schaden. Die Kriminalpolizei in Oldenburg/Holstein ermittelt nun wegen des Verdachts des versuchten gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betruges in mehreren Fällen.

Die Polizei rät Angehörigen, besonders gefährdete Familienmitglieder über Betrugsmaschen aufzuklären. Hilfreich sei ein Tischaufsteller neben dem Telefon mit den korrekten Telefonnummern der örtlichen Polizei und von Angehörigen. Im Zweifelsfall solle man sofort auflegen und dann die hinterlegte Nummer wählen.

Die Polizei betont: Echte Polizeibeamte nehmen niemals Bargeld oder Wertgegenstände zur Sicherung oder Überprüfung entgegen. Auch nehmen sie kein Geld an, damit Angehörige einer Haftstrafe entgehen. Die Betrüger gehen hochprofessionell vor, verwickeln ihre Opfer in lange Gespräche mit verschiedenen Gesprächspartnern und verpflichten sie teilweise zur Verschwiegenheit. Sie drohen sogar mit rechtlichen Schritten, falls über den Vorfall gesprochen wird.

Bei verdächtigen Anrufen rät die Polizei: Nicht unter Druck setzen lassen, das Gespräch beenden und selbst die 110 wählen. Außerdem sollte geprüft werden, ob ein Eintrag in Telefonbüchern wirklich nötig ist – Vornamen können mit dem Anfangsbuchstaben abgekürzt werden.

» Weitere Polizeimeldungen aus Schleswig-Holstein