Das war die Blaulicht-Woche in Schleswig-Holstein: 01.06.–07.06.2026 (KW 23)

(Symbolbild)

Die Woche vom 01.06.–07.06.2026 brachte für die schleswig-holsteinische Polizei zwei Tötungsdelikte und einen versuchten Totschlag in den Fokus. Im Mittelpunkt standen ein Messerangriff in Kiel-Gaarden sowie ein mutmaßliches Tötungsdelikt in Schleswig. Außerdem ereigneten sich mehrere Schüsse auf einen Friseursalon auf Sylt.

Der schwerste Vorfall war ein mutmaßliches Tötungsdelikt in Schleswig am Dienstagnachmittag (2. Juni). Gegen 13:30 Uhr fanden Polizistinnen und Polizisten im Stadtteil Friedrichsberg eine leblose 71-jährige Frau in ihrem Wohnhaus. Der Einsatz begann, als ein Mann die Polizei anrief und mitteilte, dass es in dem Wohnhaus zu einem Tötungsdelikt gekommen sei. Die gerufenen Polizisten nahmen den 32-jährigen deutschen Anrufer noch vor dem Haus widerstandslos fest – er gilt als Tatverdächtiger. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos – die Frau verstarb noch am Einsatzort. Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion Flensburg hat die Ermittlungen am Tatort übernommen. Mehr dazu

Am Montagabend (1. Juni) tauchte ein 24-jähriger Mann mit lebensgefährlichen Stichverletzungen in einem Lokal in Kiel-Gaarden auf. Gegen 23:15 Uhr suchte der schwer verletzte Mann eine Lokalität in der Elisabethstraße auf. Er wies mehrere Stichverletzungen auf und wurde nach einer Erstversorgung vor Ort mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dort musste er notoperiert werden. Nach Zeugenaussagen soll der 24-Jährige zuvor von mehreren Männern verfolgt worden sein. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kiel haben gemeinsam die Ermittlungen in dem versuchten Tötungsdelikt aufgenommen und eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt. Mehr dazu

In der Nacht zu Sonntag wurde in Kiel eine 25-jährige Polizistin verletzt, als ein etwa 10 mal 20 mal 5 Zentimeter großer Pflasterstein gegen 0:45 Uhr am Kurt-Schumacher-Platz auf Kopfhöhe durch die Frontscheibe des Streifenwagens krachte. Der Stein traf die Beamtin auf dem Beifahrersitz an der Hand und am Sprunggelenk. Sie kann vorerst nicht mehr arbeiten. Die Staatsanwaltschaft Kiel stuft die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein und hat eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt. Mehr dazu

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Sachsenwaldstraße (L314) in Reinbek ist am Sonntagabend ein 62-jähriger Radfahrer ums Leben gekommen. Der Mann aus dem Kreis Herzogtum-Lauenburg wurde von einem Motorrad erfasst, als er gegen 18:20 Uhr die Fahrbahn in Richtung Wohltorf überqueren wollte. Der 62-jährige Radfahrer erlitt schwerste Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Der 19-jährige Motorradfahrer aus dem Kreis Stormarn wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Mehr dazu

Am Mittwochnachmittag erließ ein Haftrichter am Amtsgericht Flensburg einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 32-jährigen Sohn der getöteten 71-Jährigen aus Schleswig. Nach bisherigen Erkenntnissen bewohnte der Mann das Haus gemeinsam mit seiner Mutter. Die Mordkommission ermittelt weiterhin zu den Hintergründen und den genauen Umständen der Tat. Mehr dazu

In Stolpe im Kreis Plön haben zwei Täter am Montagabend (1. Juni) gegen 22:30 Uhr ein Paar in dessen Wohnung in der Dorfstraße überfallen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei brachen die beiden Täter in die Wohnung ein und forderten von dem 35-jährigen Mann unter massiver Gewalteinwirkung Bargeld. Zudem stahlen sie das Smartphone der anwesenden Freundin des Geschädigten, bevor sie vom Tatort flüchteten. Der 35-Jährige wurde dabei erheblich verletzt. Die Kriminalpolizei Plön hat eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt. Mehr dazu

Messerattacken und Schusswaffen-Gebrauch

Ein 15-Jähriger feuerte am Mittwochvormittag mehrere Schüsse auf einen Friseursalon in Westerland auf Sylt ab. Gegen 11:00 Uhr gab der Täter mehrere Schüsse mit einer scharfen Schusswaffe auf den Eingangsbereich des Barber-Shops in der Strandstraße ab. Mindestens einen weiteren Schuss feuerte er auf der Flucht auf offener Straße ab. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Staatsanwaltschaft Flensburg beantragte einen Haftbefehl gegen den Jugendlichen mit aserbaidschanischer Staatsangehörigkeit. Mehr dazu Der Messerangriff in Kiel-Gaarden mit einem schwer verletzten 24-Jährigen beschäftigte die Ermittler ebenso. Mehr dazu In Geesthacht entriss ein Unbekannter am Sonntagabend einem 30-Jährigen unter Vorhalt eines Messers einen Joint und flüchtete unerkannt. Mehr dazu

Hinweis: Dieser Wochenrückblick wurde automatisiert auf Basis der Polizei-Pressemeldungen aus Schleswig-Holstein erstellt. Für die Beschuldigten, Betroffenen und Tatverdächtigen gilt die rechtsstaatlich garantierte Unschuldsvermutung.

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