Familienstreit eskaliert: Polizistin im Gesicht getreten – Beamte massiv verletzt

Pressebild "Häusliche Gewalt" www.polizei-beratung.de

Ein Familienstreit in Friedrichshafen ist am späten Donnerstagabend völlig eskaliert und hat zu massiven Angriffen auf Polizeibeamte geführt. Ein 46-Jähriger hatte zunächst Familienangehörige in der Paulinenstraße verbal bedroht und einen von ihnen geschlagen. Als die Polizei gegen 22:30 Uhr eintraf, zeigte sich der Mann hochaggressiv und leistete massiv Gegenwehr, als ihm Handschellen angelegt werden sollten.

Im Gerangel trat der Mann einer Beamtin so heftig ins Gesicht, dass sie vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste und ihren Dienst abbrechen konnte. Zwei weitere Beamte wurden ebenfalls leicht verletzt. Eine 75-jährige Beteiligte versuchte während des Tumults, an die Dienstwaffe eines Polizisten zu gelangen, die sich im Holster befand. Die Beamten verhinderten dies durch unmittelbare Gewaltanwendung. Insgesamt waren mit Unterstützung der Bundespolizei rund ein Dutzend Einsatzkräfte nötig, um die Auseinandersetzung zu beenden.

Der 46-Jährige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen. Eine Haftrichtervorführung wird im Laufe des Tages geprüft. Auch gegen die 75-Jährige und weitere Beteiligte wird strafrechtlich ermittelt.

Weitere Meldungen aus dem Bodenseekreis:

Ein 48-Jähriger war am Donnerstagvormittag gegen 9:30 Uhr mit über 2,6 Promille Alkoholkonzentration auf dem Fahrrad unterwegs. Eine Streifenwagenbesatzung fiel die unsichere Fahrweise auf. Ein Vortest bestätigte den hohen Alkoholverdacht, eine Blutprobe musste im Krankenhaus entnommen werden. Bei der Überprüfung wurde auch Betäubungsmittel gefunden. Der Mann wird nun wegen Trunkenheitsfahrt und Drogenbesitz angezeigt.

Ein Schwelbrand in der Allmansweilerstraße in Friedrichshafen verursachte am Mittwochnachmittag einen Großeinsatz. Kurz nach 15 Uhr bemerkte der Hausmeister einer Schule Rauchentwicklung im Dachstuhl und alarmierte die Rettungskräfte. Er veranlasste vorsorglich die Räumung des Gebäudes, in dem sich zu dem Zeitpunkt vier Schulklassen befanden. Die Einsatzkräfte stellten einen Schmorbrand im Bereich einer Leitung zwischen Decke und Dämmung fest, der die Rauchentwicklung verursachte. Es kam zu keinem offenen Feuer und niemand wurde verletzt. Der Sachschaden ist derzeit nicht bekannt. Mutmaßlich lag ein technischer Defekt vor.

Mit einer klassischen Betrugsmasche sind Unbekannte in Eriskirch erfolgreich. Ein 32-Jähriger erhielt am Mittwoch einen Anruf eines vermeintlichen Bankmitarbeiters, der eine vorgetäuschte Telefonnummer einer regionalen Bank nutzte. Der Anrufer behauptete, verdächtige Aktivitäten auf dem Konto festgestellt zu haben, und forderte den Mann auf, diverse Vorgänge in seiner Online-TAN-App auszuführen. Der 32-Jährige folgte den Anweisungen. Später stellte er fest, dass in zwei Überweisungen ein niedriger fünfstelliger Euro-Betrag von seinem Konto abgebucht wurde. Die Polizei ermittelt wegen Betrugs und warnt: Bankinstitute fordern Sie niemals telefonisch auf, Transaktionen oder TAN-Erstellungen durchzuführen. Im Zweifelsfall sollten Sie sofort auflegen. Weitere Informationen unter www.polizei-beratung.de.

Ein versuchter Raub mit Gewalt ereignete sich in Uhldingen-Mühlhofen am späten Donnerstagabend in der Linzgaustraße. Ein Unbekannter sprach einen 61-Jährigen, der gerade auf dem Heimweg war, an und forderte ihn auf der Straße auf, ihm Bargeld zu geben. Nachdem der Mann nicht reagierte, schlug der Täter ihm unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der 61-Jährige konnte einem zweiten Schlag ausweichen und rief um Hilfe. Daraufhin flüchtete der Täter ohne Beute in Richtung Mainauer Straße. Der Geschädigte wurde im Gesicht leicht verletzt. Die Kriminalpolizei Friedrichshafen ermittelt wegen versuchter räuberischer Erpressung. Der Täter wird beschrieben als etwa 23 bis 25 Jahre alt mit schwarzen kurzen Haaren. Er sprach Deutsch mit Akzent und trug dunkle Kleidung. Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 07541/701-0 zu melden.

Eine 83-jährige Seniorin wurde in Überlingen um Schmuck im Wert mehrerer tausend Euro betrogen. Am Donnerstagvormittag riefen Unbekannte zweimal bei der Frau an. Im ersten Telefonat gaben sie sich als Bankmitarbeiter aus und baten darum, den vorhandenen Schmuck zur Wertermittlung vorzulegen. In einem zweiten Anruf kurz darauf meldete sich eine angebliche Polizeibeamtin, die behauptete, das vorige Gespräch sei ein Betrugsversuch gewesen. Man wolle nun versuchen, den Täter festzunehmen. Es seien bereits Einsatzkräfte rund um das Haus in Stellung, die 83-Jährige solle aber ihren Schmuck als Köder vor die Türe legen. Die Seniorin folgte den Anweisungen. Ein Unbekannter holte den Goldschmuck kurze Zeit später ab und stahl ihn. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Betrugs und folgt ersten Zeugenhinweisen zu einem möglichen Tatverdächtigen.

» Weitere Polizeimeldungen aus Baden-Württemberg