Die FDP signalisiert Bereitschaft zu künftigen Absprachen mit den Freien Wählern bei überregionalen Wahlen. FDP-Generalsekretär Martin Hagen begründete dies am Dienstag damit, dass eine Zusammenarbeit der beiden Parteien den Liberalen zu Parlamentsplätzen verhelfen könnte: „Hätten die Freien Wähler 2025 auf ein Antreten bei der Bundestagswahl verzichtet und stattdessen die FDP unterstützt, gäbe es jetzt eine liberale Kraft im Parlament“, erklärte er der dts Nachrichtenagentur.
Hagen sieht darin einen Anlass für zukünftige Überlegungen: „Insofern lohnt es sich, künftig darüber nachzudenken, wie man Kräfte bündeln kann.“ Der FDP-Politiker kritisierte dabei die politische Fragmentierung: Es dürfe nicht dauerhaft so sein, „dass die Mehrheit der Wähler sich bürgerliche Vernunft wünscht und immer wieder linke Ideologie bekommt“.
Bayerns Digitalminister Fabian Mehring von den Freien Wählern hatte zuvor selbst für ein solches Bündnis auf Bundesebene plädiert – nach dem Vorbild der Union aus CDU und CSU. Mehring argumentierte in der „Augsburger Allgemeinen“: „Als zweitstärkste Kraft in Bayern könne man seine Stärke in Bayern einbringen und die FDP ihre Strukturen im Rest der Republik“. Bei den Freien Wählern herrsche für diesen Vorschlag „Offenheit und Zustimmung“.
Hagen würdigte Mehrings Initiative: Der Digitalminister habe „richtig erkannt“, dass „die Zersplitterung des bürgerlichen Spektrums“ ein Problem darstelle.
Autor: dts Nachrichtenagentur