Fehlender Fahrschein führt zur Festnahme: Gesuchter Mann am Hamburger Hauptbahnhof erwischt

(Symbolbild)

Ein 43-jähriger syrischer Staatsangehöriger ist am Abend des 6. August 2026 am Hamburger Hauptbahnhof von der Bundespolizei festgenommen worden – weil er ohne gültigen Fahrschein in einem ICE unterwegs war. Die Kontrolle sollte für ihn weitreichende Konsequenzen haben.

Der Mann war in dem ICE 574 von Kassel-Wilhelmshöhe nach Hamburg gefahren, ohne eine gültige Fahrkarte zu besitzen. Als ein Zugbegleiter ihn zur Rede stellte, konnte der Reisende keinen Fahrschein vorzeigen und verweigerte auch den Ausweis. Daraufhin forderte der Zugbegleiter bei der Einfahrt des Zuges in Hamburg eine Streife der Bundespolizei an.

Die herbeigerufenen Einsatzkräfte überprüften die Personalien des 43-Jährigen – und machten dabei einen überraschenden Fund: Der Mann stand unter Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Rostock. Ihm wurde vorsätzliches Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis vorgeworfen. Die geforderte Geldstrafe in Höhe von 800 Euro hatte er nicht bezahlt und war daraufhin untergetaucht.

Die Bundespolizisten brachten den Gesuchten ins Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof. Dort nahm der Mann Kontakt zu einem Bekannten auf, der im Revier erschien und die ausstehende Geldstrafe in voller Höhe übernahm. Dadurch konnte der 43-Jährige einer Überstellung in die Haftanstalt und einer zehn Tage dauernden Ersatzfreiheitsstrafe entgehen.

Zusätzlich zur Regelung des Haftbefehls wurde gegen den Mann ein Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen eingeleitet – für die illegale Zugfahrt ohne Ticket. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt die weiteren Ermittlungen in diesem Verfahren.

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